• Startseite
  • Wissen
  • Klimafolgen in Bergen drastisch – Forscher bauen besseres Messnetz

Klimafolgen in Bergen drastisch – Forscher bauen besseres Messnetz

  • Die verheerenden Folgen des Klimawandels in den Hochgebirgen der Welt haben Auswirkungen auf Milliarden Menschen.
  • Um die Probleme so früh wie möglich zu erkennen und Menschen vor tödlichen Gefahren zu warnen, wollen Forscher eine integrierte Obervations- und Vorhersageplattform bauen, die mehr Daten zusammenträgt.
  • Als Hochgebirge definiert die WMO Gebirge mit Eis und Schnee.
Anzeige
Anzeige

Genf. Das beschlossen Wissenschaftler in Genf bei einer Konferenz der Weltwetterorganisation (WMO) über die Folgen des Klimawandels im Hochgebirge. Als Hochgebirge definiert die WMO Gebirge mit Eis und Schnee. Die Gletscher und Schneemassen und die dort entspringenden Flüsse versorgten die halbe Menschheit mit Trinkwasser, sowie Wasser für Landwirtschaft und Kraftwerke, berichteten Forscher auf einer Tagung.

Stärkerer Temperaturanstieg als im Welt-Durchschnitt

"Die Lage auf der Erde wird wegen der Veränderungen in den Bergen kritisch", warnte John Pomeroy, Direktor der Hydrologie an der kanadischen Universität von Saskatchewan. In einigen Regionen sei die Temperatur schon um drei bis vier Grad über das vorindustrielle Niveau gestiegen, deutlich mehr als im weltweiten Durchschnitt von rund einem Grad. Die Folgen würden immer gravierender.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Dazu gehören: Überschwemmungen durch starkes Schmelzen, Bergrutsche durch Geröll, das nicht mehr von Schnee und Eis bedeckt ist, und schließlich weniger Wasser. Staudämme für Wasserkraftwerke müssten mindestens angepasst werden. In Kanada diene ein Staubecken in einer Region neu auch als Auffangbecken, um tiefer liegende Ortschaften vor Überschwemmungen zu retten.

Gemeinsam Lösungsmodelle entwickeln

Anzeige

Mit besseren Messdaten etwa zu Niederschlag, Temperaturen und Bodenbeschaffenheit und besseren Überwachungsmethoden durch Satelliten sowie leistungsstärkeren Computern könnten wenigstens Modelle entwickelt werden, um Menschen vor Schäden zu schützen.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen