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Klaus Hasselmann: Deutscher Klimaforscher erhält den Physik-Nobelpreis

  • Am Dienstagvormittag hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften die Preisträger des Nobelpreis für Physik verkündet.
  • Geehrt werden in diesem Jahr Syukuro Manabe, Klaus Hasselmann und Giorgio Parisi.
  • Die drei Forscher werden für ihre physikalischen Modelle zum Erdklima ausgezeichnet.
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Stockholm. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm hat am Dienstagvormittag die Preisträger des Nobelpreis für Physik bekannt gegeben. Die Auszeichnung, die mit knapp eine Millionen Euro dotiert ist, geht in diesem Jahr an Syukuro Manabe (USA), Klaus Hasselmann (Deutschland) und Giorgio Parisi (Italien). Sie haben physikalische Modelle zum Erdklima entwickelt.

Manabe und Hasselmann teilen sich eine Hälfte des Preises, die andere geht an Parisi. Wie das Nobelpreiskomitee mitteilte, werden erstere „für die physikalische Modellierung des Erdklimas, die Quantifizierung von Schwankungen und die zuverlässige Vorhersage der globalen Erwärmung“ ausgezeichnet. Giorgio Parisi werde wiederum für seinen revolutionären Beitrag zur Theorie von ungeordneten Stoffen und zufälligen Prozessen geehrt.

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Physik-Nobelpreis geht an deutschen Klimaforscher Hasselmann
0:49 min
Der Klimaforscher Klaus Hasselmann werde für die „zuverlässige Vorhersage der Erderwärmung“ ausgezeichnet, erklärte das Komitee in Stockholm.  © AFP

Molekularbiologen erhalten Medizin-Nobelpreis

Im vergangenen Jahr hatten Roger Penrose (Großbritannien), Reinhard Genzel (Deutschland) und Andrea Ghez (USA) den Nobelpreis für Physik erhalten. Sie wurden von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften für ihre Arbeiten zu schwarzen Löchern geehrt. Genzel, der am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik forscht, war von dem Anruf aus Stockholm vollkommen überrumpelt worden, wie er später im RND-Interview erzählte: „Es ist unglaublich, ich bin natürlich wahnsinnig aufgeregt – das ist eine tolle Sache.“

Am Montag ist die Nobelpreis-Woche gestartet. Als erstes verliehen wurde der Nobelpreis für Medizin oder Physiologie. Dieser ging in diesem Jahr an die beiden Molekularbiologen David Julius und Ardem Patapoutian. Sie haben im menschlichen Körper Rezeptoren entdeckt, die es ermöglichen, Temperaturen und Berührungen zu fühlen.

Am Mittwoch folgt die Verkündung des Nobelpreis für Chemie, am Donnerstag ist der Literatur­nobel­preis dran und am Freitag der Friedens­nobel­preis, der als einzige Auszeichnung in Oslo verliehen wird. Abgerundet wird die Nobelpreis-Woche am nächsten Montag mit der Verleihung des Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

RND/lb/dpa

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