Kinderfahrräder: Guter Rat zum richtigen Rad

Die Fahrradsaison ist in vollem Gange. Doch was ist, wenn die Familien-Radtour ins Wasser fällt, weil der Nachwuchs mit dem Fahrrad nicht klarkommt? Ein Fall, der sich schon beim Kauf des Kinderfahrrads verhindern lässt.

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Hannover. Fahrradfahren macht Spaß. Das müssen Kinder aber erst einmal lernen. Fühlen sie sich nicht wohl auf ihrem Zweirad und gefällt es ihnen optisch nicht, werden sie keinen Fahrspaß entwickeln. Dabei ist es gar nicht so schwierig, ein gutes Kinderfahrrad, das den gesetzlichen Vorgaben entspricht, zu finden. Der TÜV-Verband (VdTÜV) rät generell, dass das Rad zur Größe des Kindes passen soll. Können Kinder auf dem Fahrrad sitzend bei ausgestreckten Beinen zumindest mit den Fußballen den Boden berühren, stimmt die Größe.

Kinderfahrräder: Sicherheit hat höchste Priorität

Damit sich die Kleinen nicht die Finger in der Kette einklemmen können, sollte das Rad einen komplett geschlossenen Kettenkasten haben. Auch sollten sich keine scharfen Ecken und Kanten finden lassen. Des Weiteren ist eine Rücktrittbremse empfohlen – dadurch kann das Kind die Griffe beim Bremsen fester und besser umfassen. Die Bremsen sollten zudem leichtgängig und die Hebel von den kleinen Kinderhänden gut zu bedienen sein.

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Sinnvoll: Gepolsterte Griffe und wenig Gänge

Auch die Griffe eines Kinderfahrrads tragen zum sicheren Fahren bei. Sie sollten nicht ablösbar sein mit dicken Enden als Schutz und abgepolsterte Stellen, die bei Stürzen schützen können. Außerdem können gepolsterte Griffe auch Kratzer an Autos verhindern. Eine Gangschaltung ist erst bei größeren Modellen ab etwa 20 Zoll sinnvoll. Allerdings sollte das Rad nicht zu viele Gänge besitzen – mehr als fünf Gänge erschweren die Bedienung erheblich.

Ohne Stützräder lernen die Kinder gleich, die Balance zu halten.
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Stützräder verursachen Schein-Sicherheit

Weitere Extras können hilfreich sein: Ein nach oben ragender Wimpel beispielsweise macht schneller auf die kleinen Radler aufmerksam. Von Stützrädern hingegen ist grundsätzlich abzuraten. Die Kinder verlassen sich auf die Stützfunktion und verlernen im schlimmsten Fall das Radfahren wieder, weil sie das Balancieren neu erlernen müssen. Auch Schutzkleidung wie Protektoren an Knie oder Ellenbogen nehmen den Kindern die Chance, wahrnehmen zu können, dass man sich verletzen kann. Trotz fehlender Helmpflicht – ein Schutzhelm wird dennoch empfohlen, da Kinder bei Unfällen einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt sind.

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Von David Sander/RND/dpa

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