Kinder haben immer häufiger Sprachstörungen

  • Kinder zwischen sechs und 18 Jahren haben immer häufiger Probleme mit dem Sprechen. Das zeigt eine Studie der Kaufmännischen Krankenkasse.
  • Die Zahl der Betroffenen ist demnach in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen.
  • In Zukunft könnte sich auch das Homeschooling negativ auswirken, meinen die Forscher.
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Immer mehr Kinder und Jugendliche haben Sprachstörungen. Das belegen aktuelle Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), wie die Neue Presse aus Hannover berichtet. Demnach stieg die Zahl der betroffenen Sechs- bis 18-Jährigen von 2009 bis 2019 um rund 56 Prozent. Insgesamt sind mehr als 7 Prozent der Heranwachsenden betroffen, bei den unter Zehnjährigen sogar rund 15 Prozent.

Jungen haben demnach deutlich häufiger Probleme mit dem Sprechen. So ist jeder elfte Junge im schulpflichtigen Alter betroffen, aber nur jedes achtzehnte Mädchen, so das Ergebnis der KKH-Auswertung.

Homeschooling könnte sich negativ auswirken

Die Ursachen für Sprachentwicklungsstörungen bei Heranwachsenden sind unterschiedlich. So kann eine Hörstörung ebenso dazu beitragen wie Erbkrankheiten. Aber auch eine mangelnde Sprachförderung in der Familie kann zu Defiziten führen – etwa wenn das Kind viel Zeit vor dem Computer oder am Smartphone verbringt.

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Die Wissenschaftler der KKH sehen auch negative Auswirkungen durch das Homeschooling, auf das in der Corona-Pandemie aus Gründen des Infektionsschutzes häufig umgestellt werden musste. Denn bei dieser Form des Lernens tritt an die Stelle des direkten kommunikativen Austausches mit Lehrern und Mitschülern die Arbeit daheim allein am PC. „Das kann der allgemeinen Sprachkompetenz schaden, die dadurch weniger trainiert wird“, sagte ein Sprecher.

Britta Lüers/RND/ang

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