• Startseite
  • Wissen
  • „Keine Gefahr für die ISS“: Russische Behörde wehrt sich nach Satelliten-Abschuss gegen Vorwürfe

„Keine Gefahr für die ISS“: Russische Behörde wehrt sich gegen Vorwürfe zu Satellitenabschuss

  • Durch den Test einer Antisatellitenrakete soll Russland die Sicherheit von Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS gefährdet haben.
  • Gegen diese Vorwürfe wehrt sich die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos nun in einem Interview.
  • Die Trümmerteile würden überwacht und die Sicherheit der ISS sei nicht beeinträchtigt worden.
Anzeige
Anzeige

Moskau. Nach dem Abschuss eines ausgedienten Satelliten durch Russland und der Räumung der Internationalen Raumstation ISS besteht nach russischer Darstellung keine Gefahr für deren Besatzung. Die Sicherheit der Station sei nicht beeinträchtigt, sagte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, in der Nacht zum Sonntag in einem Interview mit dem Journalisten Wladimir Solowjow auf Youtube. Die Trümmerteile würden überwacht. „Wir tauschen diese Informationen mit dem Verteidigungsministerium aus, um die ISS vor unangenehmen Abenteuern zu bewahren“, sagte Rogosin.

Internationale Kritik gegen Russland

Am Montag musste sich die siebenköpfige Besatzung wegen einer befürchteten Kollision mit Weltraumschrott in zwei an der Station angedockten Raumschiffen in Sicherheit bringen. Unter ihnen war der deutsche Astronaut Matthias Maurer. Einen Tag später bestätigte Russland, sein Militär habe eine Anti-Satelliten-Rakete getestet und den ausgedienten Satelliten „Zelina-D“ abgeschossen. International gab es viel Kritik, weil Russland so die Sicherheit der ISS gefährdet habe.

Anzeige

„Anti-Satelliten-Waffen werden in Russland seit langem entwickelt, das ist kein Geheimnis“, sagte Rogosin. Nun sei es an der Zeit gewesen, diese zu testen. Sein Land sollte über solche Waffen verfügen, meinte der Roskosmos-Chef. Russland sei besorgt, dass Satelliten des US-Geheimdienstes intensiv genutzt würden. Die Militarisierung des Weltraums gebe Anlass zur Beunruhigung.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen