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Forschung: Diese sieben Persönlichkeits­merkmale haben Katzen

  • Aggressiv, verspielt, ständig am Putzen? Katzen führen ihr ganz eigenes Leben – Besitze­rinnen und Besitzer können davon ein Lied singen.
  • Ein finnisches Forschungs­team konnte dennoch sieben Gemein­samkeiten unter Katzen feststellen, die je nach Rasse allerdings unterschiedlich ausgeprägt sind.
  • Kommen Ihnen diese Merkmale vertraut vor?
Alice Mecke
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Hannover. Viele Tiere haben, wie wir Menschen, ihre ganz eigene Persönlichkeit. Vor allem Tier­besitze­rinnen und -besitzer, die viel Zeit mit ihren Vierbeinern verbringen, können das wohl bestätigen. Katzen wiederum unterstellt man gern, dass sie schwer zu begreifen sind – das rief jetzt wieder einmal die Wissen­schaft auf den Plan. Und das Forschungs­team um die Tierärztin Salla Mikkola von der Universität Helsinki in Finnland, schaffte es, sieben typische Katzen­merkmale zu identifizieren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Animals“ veröffentlicht.

Mehr als 4300 Katzen untersucht

Für die Ergebnisse wurden 4316 Katzen von ihren Besitze­rinnen und Besitzern genau beobachtet: Diese füllten dann einen Bogen mit mit 138 Fragen aus. Die Untersuchung fand zu Hause statt, da sich Katzen dort am wohlsten fühlen und ganz sie selbst sind.

Die Teilnehme­rinnen und Teilnehmer mussten unter anderem Geschlecht, Alter, Rasse, Fellfarbe und die eine Haupt­aktivität ihrer Katze angeben. Die Katzen­besitze­rinnen- und besitzer sollten den Frage­bogen nach Ablauf einer Zeitspanne zudem ein zweites Mal ausfüllen, um die Genauigkeit der Berichte durch den Vergleich der beiden Umfragen zu beurteilen.

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Sieben Katzen­merkmale

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Aus den Antworten konnten die Forscherinnen und Forscher die Katzen­merkmale auf fünf Persönlich­keits­merkmale und zwei Verhaltens­merkmale eingrenzen. Diese sind:

  • Aktivität und Verspieltheit
  • Ängstlichkeit
  • Aggression gegenüber Menschen
  • Geselligkeit gegenüber Menschen
  • Geselligkeit gegenüber Katzen
  • Probleme mit der Katzentoilette, beziehungsweise Urinieren oder Kot im Haus
  • Übermäßige Pflege

Häufigste Probleme: Aggressionen und ins Haus urinieren

„Wir brauchen mehr Verständnis und Werkzeuge, um problematisches Verhalten zu behandeln und das Wohl­ergehen von Katzen zu verbessern. Die häufigsten Verhaltens­probleme bei Katzen beziehen sich auf Aggression und unangemessene Ausscheidung (Urinieren oder Kot im Haus)“, erklärt Mikkola in einer Pressemitteilung. Der Sinn dieser Forschung bestehe nicht darin, eine Verhaltens­analyse der beteiligten Katzen durchzuführen, sondern durch die Umfrage weitere Informationen über das Verhalten von Katzen zu sammeln.

Abessinier am mutigsten, Türkisch Van am aggressivsten

Was die Untersuchung ebenfalls zeigte – und viele Katzen­freun­dinnen und -freunde bereits wissen: Unter den Rassen waren die Merkmale unter­schiedlich stark ausgeprägt. „Die ängstlichste Rasse war die Russisch Blau, während die Abessinier die am wenigsten ängstlichen waren“, sagt der Veterinär­mediziner Hannes Lohi von der Universität Helsinki, der ebenfalls an der Studie beteiligt war.

„Die Bengalen waren die aktivste Rasse, während die Perser und Exoten die passivsten waren“, so Lohi weiter. Die Rassen, die sich am exzessivsten pflegten, seien die Siamesen und Balinesen. Die Türkisch-Van-Rasse zeigte laut der Untersuchung eine deutlich höhere Aggressivität gegenüber Menschen und niedrigere Geselligkeit gegenüber anderen Katzen.

Weitere Studien folgen

Obwohl das Team eine Reihe von Einschränkungen bei der Forschung sieht – wie zum Beispiel, dass die Berichte der Menschen über die Rassen und das Alter ihrer Katzen nicht zu überprüfen sind – sind sie der Ansicht, dass die Umfrage ein nützliches Instrument sein könnte, um zu verstehen, wie Katzen ticken.

Die Forscherinnen und Forscher bildeten nach eigenen Aussagen eine Grundlage für zukünftige Forschungen. „In weiteren Studien werden wir mit komplexeren Modellen Faktoren untersuchen, die Merkmale und problematisches Verhalten beeinflussen. In diesen Modellen werden wir neben der Rasse auch Alter, Geschlecht, Gesundheit und eine Vielzahl von Katzen berücksichtigen“, so die Studienleiterin Mikkola.

RND

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