Iran scheitert erneut mit Satellitenstart

  • Nach zwei gescheiterten Versuchen 2019 ist der Iran auch im dritten Anlauf mit seinem beabsichtigten Satellitenstart ins Weltall gescheitert.
  • Zwar wurde der im Iran konstruierte, 130 Kilogramm schwere Satellit “Safar” (Triumph) am Sonntag vom Raumfahrtzentrum Semnan in Zentraliran erfolgreich gestartet.
  • Der Satellit war aber zu langsam, um die gewünschte Umlaufbahn zu erreichen, sagte ein Sprecher.
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Teheran. Husseini bewertete den Start des Raketenträgers "Simorgh" als einen großen Erfolg für den Iran, räumte aber ein, dass die Mängel in Kürze behoben werden. Ein genaues Datum für den nächsten Satellitenstart wollte er jedoch nicht nennen. Der Satellit sollte die Erde 15 Mal am Tag umkreisen.

Schon im vergangenen Jahr waren im Iran zwei Satellitenstarts gescheitert. Angeblich soll es bei einem weiteren Test sogar zu einer Explosion gekommen sein, die das Telekommunikationsministerium jedoch dementierte. Der Satellitenstart sollte das Highlight vor dem 41. Jahrestag der islamischen Revolution an diesem Dienstag werden.

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Nach Angaben Teherans sollen die iranischen Satelliten Daten zu Wetter, Naturkatastrophen und Landwirtschaft liefern und keine militärischen Ziele verfolgen. Daher stehe der Einsatz auch im Einklang mit internationalen Vorschriften. Die USA und Israel sehen jedoch solche Starts kritisch,

weil sie befürchten, dass der Iran die Raumfahrttechnik zum Bau militärischer Langstreckenraketen nutzen könnte.

RND/dpa

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