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  • Illegale Atomkraftwerke in Europa: Laufen 19 Kraftwerke gerade ohne Umweltverträglichkeitsprüfung?

Laufen 19 europäische Atomkraftwerke gerade illegal?

  • Für Atomkraftwerke, deren Laufzeit verlängert werden soll, ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen.
  • Aus einer Antwort der Bundesregierung geht nun hervor, dass so eine Prüfung nur selten stattfindet.
  • 19 Atomkraftwerke in Europa könnten momentan illegal in Betrieb sein.
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19 Atomkraftwerke in Europa könnten derzeit illegal laufen. Das berichtet der „Spiegel“. „In Europa sind die Laufzeiten mehrerer Atomkraftwerke verlängert worden, ohne dass sie der vorgesehenen grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen wurden“, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe. Diese Infos gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Eigentlich müssten sich Kraftwerke einer Umweltverträglichkeitsunterprüfung unterziehen, wenn sie länger laufen sollen. Das ginge aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshof im Falle des belgischen Kraftwerks Doel hervor. Diese Prüfung hat laut Informationen des „Spiegels“ bisher allerdings unter anderem beim belgischen Atomkraftwerk Tihange-1 nicht stattgefunden.

„Massives Sicherheitsrisiko“

Außerdem würden der Bundesregierung bei sieben weiteren europäischen Atomkraftwerken, auch Meiler in Frankreich und der Schweiz, Informationen über altersbedingte Materialfehler vorliegen. Nur für zwei von 22 Atomkraftwerken, die in den kommenden fünf Jahren die vorgesehene Laufzeit überschreiten, ist bereits eine Umweltverträglichkeitsprüfung geplant. „Europa steuert mit seiner alternden AKW-Flotte auf ein massives Sicherheitsrisiko zu“, sagte die Grünenabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl im Gespräch mit dem „Spiegel“.

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Wie die Grünen-Politiker in ihrer Anfrage an die Bundesregierung schreiben, habe es die größte AKW-Neubauwelle in der Europäischen Union in den 1980er-Jahren gegeben. Die meisten Meiler sollten nach 30 bis 40 Jahren vom Netz genommen werden – also jetzt. Die Grünen kritisieren in der Drucksache den fehlenden Willen anderer europäischer Länder, veraltete Atomkraftwerke abzuschalten.

Deutschland setzt sich gegen Atomkraft ein

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Jeder Staat sei frei, über seinen nationalen Energiemix souverän zu entscheiden und trage dafür die alleinige Verantwortung, darauf weist die Bundesregierung hin. Sie stehe Laufzeitverlängerungen kritisch gegenüber, könne Laufzeitveränderungen ausländischer Atomkraftwerke aber nicht verhindern. Bis 2022 solle der Atomausstieg in Deutschland geschafft sein. Aber auch danach wolle die Bundesregierung „dauerhaft Einfluss bei der Reaktorsicherheit in Europa ausüben“.

RND


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