• Startseite
  • Wissen
  • Hurrikanjäger: So sieht es im Auge des Monstersturms “Dorian” aus

Hurrikanjäger: So sieht es im Auge des Monstersturms “Dorian” aus

  • Hurrikan „Dorian“ ist der stärkste Sturm, der je im Atlantik auf Land getroffen ist.
  • Forscher der US-Behörde NOAA flogen ins Auge des Hurrikans.
  • Dort entstanden faszinierende Fotos und Videos.
|
Anzeige
Anzeige

Es ist nicht die Ruhe vor dem, es ist die Ruhe im Sturm. Im Zentrum jedes Hurrikans liegt dessen Auge. Dort, in der Mitte des tödlichen Strudels, herrscht eine trügerische Flaute. Regelmäßig unternimmt die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die nationale Behörde für Ozean und Atmosphäre der USA, Erkundungsflüge in das Auge von Stürmen, bevor sie das Territorium der Vereinigten Staaten erreichen. Dort sammeln die Meteorologen Erkenntnisse über Kurs, Stärke und Verhalten der Hurrikans. Ausgeführt werden diese höchst gefährlichen Exkursionen meist von erfahrenen Kampfpiloten der US-Airforce.

Lesen Sie auch: USA in Angst vor Hurrikan „Dorian“: Trump spielt Golf

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

An Bord einer der Flüge der Wetteraufklärungseinheit der Airforce war der Meteorologe und NOAA-Offizier Robert Mitchell, dem an Bord der „Kermit“ das oben stehende Video gelang. Auch seinem Kollegen Jordan Sun McAlister gelangen fantastische Fotos aus dem Auge von „Dorian“, wie „Business Insider“ zuerst berichtete.

Lesen Sie auch: Tote durch Hurrikan auf den Bahamas – „Dorian“ schleicht Richtung Florida

Die Bilder entstanden, als „Dorian“ noch ein Kategorie-fünf-Hurrikan war und einer der stärksten Stürme, die jemals über dem Atlantik entstanden, so die NOAA.

Anzeige
Der Propeller des „Hurricane Hunters“-Flugzeuges bietet einen guten Kontrast zur Wand, die das Auge „Dorians“ umhüllt.

Die vertikalen, dicken Wolkenwandstrukturen, die sowohl auf den Fotos wie auch auf den Videos deutlich zu erkennen sind, heißen im Fachjargon der Meteorologen Stadioneffekt – in Anlehnung an die Architektur moderner US-Stadien. Dieses Phänomen taucht nur bei extrem zerstörerischen Stürmen auf.

Anzeige

Lesen Sie auch: Wegen „Dorian“ Kontakt zum Reiseveranstalter halten

Der Flug der Piloten führte direkt ins Auge von „Dorian“.

„Dorian“ war mit einer Geschwindigkeit von 185 Meilen pro Stunde auf die zu den Bahamas zählenden Abaco-Inseln getroffen. Die 298,8 Stundenkilometer sind die höchste jemals gemessene Geschwindigkeit bei einem Landfall, dem Aufeinandertreffen eines Hurrikans mit Landmasse. Mittlerweile hat „Dorian“ „nur noch“ eine Zirkulationsgeschwindigkeit von 193 Kilometern pro Stunde und fräst tosend eine Schneise der Verwüstung durch die Bahamas. Nur innen, im Auge – da ist es totenstill.

Lesen Sie auch: Das sind die schlimmsten Hurrikans aller Zeiten

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen