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  • Hitzewellen und Starkregen nehmen zu: Forscher sehen Beleg für dauerhaften Klimawandel

Klimafolgen: Zahl der Hitzewellen pro Sommer in Deutschland nimmt stark zu

  • Die Intensität und Andauer von Hitzewellen und Starkregentagen in Deutschland hat stark zugenommen.
  • Während es früher im Schnitt eine Hitzewelle von vier Tagen pro Sommer gegeben hat, sind es heute im Schnitt bereits zwei jeweils viertägige Hitzewellen.
  • Ein Klimaforscher geht davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird – doch sie kann durch Maßnahmen begrenzt werden.
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Düsseldorf. Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sehen in den Extremwetterereignissen in Teilen Deutschlands einen Beleg für dauerhafte Klimaveränderungen. „Wetterlagen, die uns früher noch erträgliche Sommertemperaturen oder einen ersehnten Landregen beschert haben, wandeln sich. Und das spüren wir in der zunehmenden Intensität und Andauer von Hitzewellen und Starkregentagen“, sagte der PIK-Forscher Peter Hoffmann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Im Schnitt zwei jeweils viertägige Hitzewellen pro Sommer in Deutschland

Während es früher im Schnitt eine Hitzewelle von vier Tagen pro Sommer in Deutschland gegeben habe, seien es heute im Schnitt bereits zwei jeweils viertägige Hitzewellen und in extremen Sommern wie in den Jahren 2018 und 2019 sogar drei und mehr, sagte Hoffmann. Dies sei eine „Entwicklung, die sich zwar in den kommenden Jahrzehnten sehr wahrscheinlich weiter fortsetzen wird, sich aber langfristig auch durch weitreichende Klimaschutzmaßnahmen begrenzen lässt“.

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Luisa Neubauer: „Menschen und Städte sind nicht gebaut für diese Klimakatastrophen“

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer rief die politischen Entscheidungsträger zu „mutigen Maßnahmen“ im Kampf gegen den Klimawandel auf. „Menschen und Städte sind nicht gebaut für diese Klimakatastrophen, das Leiden ist unerträglich“, sagte Neubauer der „Rheinischen Post“. Drei Monate vor der Bundestagswahl „wäre der Moment zu zeigen, dass man vorhat, die Krise in den Griff zu bekommen“, sagte Neubauer weiter.

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Expertinnen und Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt.

RND/dpa

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