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Himmelsscheibe von Nebra: Wissenschaftler zweifeln Alter des Fundstücks an

  • Die Himmelsscheibe von Nebra zählt zu den spektakulärsten archäologischen Funden der vergangenen 25 Jahre.
  • Sie gilt als die älteste konkrete Himmelsabbildung der Welt.
  • Doch Wissenschaftler bezweifeln nun, dass die Scheibe tatsächlich aus der Bronzezeit stammt – und auch, dass sie in Sachsen-Anhalt gefunden wurde.
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Halle. Die Himmelsscheibe von Nebra bleibt ein Streitobjekt. Jetzt zweifeln zwei Wissenschaftler aus Frankfurt am Main und München das Alter der Himmelsscheibe an. Der Direktor der Archäologischen Staatssammlung München und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität, Rupert Gebhard, sowie Rüdiger Krause, Professor für Vor- und Frühgeschichte Europas an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, haben nach eigenen Angaben erneut die verschiedensten Daten zur Rekonstruktion von Fundort und Begleitumständen analysiert.

Scheibe stammt nicht aus der Bronzezeit

Sie halten die Scheibe für echt, aber 1000 Jahre jünger als bisher angenommen. Dagegen stammten die mit der Scheibe sichergestellten Bronzestücke nach ihren Angaben tatsächlich aus der Bronzezeit und seien etwa 3600 Jahre alt. Außerdem zweifeln die Wissenschaftler Gebhard und Krause den Fundort auf dem Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt an.

Die Himmelsscheibe ist die älteste konkrete Himmelsabbildung der Welt. Sie wurde 1999 von zwei Raubgräbern nahe Nebra entdeckt. Erst 2002 konnte der Schatz bei einer fingierten Verkaufsaktion in Basel (Schweiz) sichergestellt werden.

RND/dpa

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