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  • Heilige Drei Könige 2020: Feiertag in diesen drei Bundesländern

Heilige Drei Könige: Was hat es mit dem Feiertag auf sich?

  • Am 6. Januar ist Dreikönigstag, auch Heilige Drei Könige genannt.
  • In Deutschland ist das christliche Fest in drei Bundesländern gesetzlicher Feiertag.
  • Die Tradition der Sternsinger hat sich jedoch bundesweit gehalten.
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Hannover. Am 6. Januar wird das Fest zu Ehren der Heiligen Drei Könige gefeiert. Vom Stern von Bethlehem geleitet, kamen sie unmittelbar nach der Geburt Jesu Christi an jenem Stall an, um diesen als neuen König der Welt anzubeten. Doch wer sind die Heiligen Drei Könige und warum wird der Feiertag so spät nach Weihnachten begangen?

Heilige Drei Könige: Wo ist der 6. Januar ein Feiertag?

Heute ist der Dreikönigstag nur noch in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag, trotzdem wird er auch in anderen Bundesländern gefeiert.

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In Österreich und einigen Kantonen der Schweiz ist der 6. Januar ebenfalls gesetzlicher Feier- beziehungsweise Ruhetag. Darüber hinaus ist der Dreikönigstag in Schweden, Finnland, Italien, Spanien und Argentinien gesetzlicher Feiertag. In Uruguay wird der 6. Januar als Kindertag („Día de los niños") begangen.

Heilige Drei Könige: Welche Bedeutung hat der Feiertag?

Um die Heiligen Drei Könige ranken sich zahlreiche Mythen. Fest steht: Der heute unter dem Namen Heilige Drei Könige oder Dreikönigstag bekannte Feiertag basiert auf dem Fest Epiphanias („Erscheinung des Herrn“).

Das Matthäus-Evangelium erzählt die Geschichte der Sterndeuter, die, geleitet vom Stern von Bethlehem, den Weg durch die Wüste zur Krippe Jesu Christi fanden. Dort angelangt überreichen die drei Weisen Geschenke - Gold, Weihrauch und Myrrhe - und beten Jesus als neuen König der Welt an. In der katholischen Kirche werden die drei Weisen oder Könige deshalb als Heilige verehrt.

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Auch in der evangelischen Kirche wird am 6. Januar zu Epiphanias der Weisen gedacht. Im neuen Testament werden sie aber nicht als „Könige“ bezeichnet. Die Zahl Drei sucht man dort vergebens. Diese Angaben gehen auf eine umfängliche Legendenbildung im 3. Jahrhundert zurück. Auch die Namen der Weisen, Caspar, Melchior und Balthasar, werden erstmals im 6. Jahrhundert erwähnt.

Caspar, Melchior und Balthasar: Was bedeuten die Namen der Heiligen Drei Könige?

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Ihre Namen erhielten die drei Könige erstmals um das Jahr 500. Erwähnung finden die Namen zunächst in einer Kindheitsgeschichte von Jesus Christus, die auf armenisch über Melkan von Persien, Gaspar von Indien und Baltassar von Arabien berichtet. Im 9. Jahrhundert wurden diese in Caspar, Melchior und Balthasar umgedeutet. Die drei Männer sollten die damals bekannten Kontinente Asien, Afrika und Europa symbolisieren.

Caspar ist persischer Herkunft. Der Name bedeutet so viel wie „Schatzmeister“. So schenkte Caspar dem Neugeborenen seinem Namen entsprechend Gold.

Melchior ist hebräischen Ursprungs und bedeutet „König des Lichts“. Der Überlieferung nach brachte Melchior Weihrauch als Gabe mit, was als Symbol Gottes gilt und heute noch als Räucherduft in katholischen Gottesdiensten verwendet wird. Als Symbolik dieses Geschenks gilt, dass die Heiligen Drei Könige Jesus als Sohn Gottes anerkannten und ihn selbst für göttlich hielten.

Balthasar ist ein babylonisch-hebräischer Name und bedeutet so viel wie „Gott schütze den König“ oder „Gott wird helfen“. Balthasar brachte Myrrhe als Geschenk nach Bethlehem mit. Myrrhe ist eine Pflanze mit heilender Wirkung, wodurch die Heiligen Drei Könige Jesus heilende Kräfte schenkten und ihn vor Krankheiten schützen wollten.

Welche Bräuche gibt es zum Dreikönigstag?

Für viele Menschen symbolisiert der Dreikönigstag das Ende der Weihnachtszeit. Weit verbreitet ist daher der Brauch, den Weihnachtsbaum am 6. Januar ein letztes Mal zu erleuchten und ihn dann zu plündern. Vor allem Kinder ziehen als Heilige Drei Könige verkleidet mit einem Stern um die Häuser und singen Lieder, um Geld für Bedürftige zu sammeln.

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An die Haustüren schreiben sie die Jahreszahl und die Buchstaben „C+M+B“. Dabei handelt es sich aber nicht, wie oft vermutet, um die Anfangsbuchstaben der drei Könige, sondern um die Abkürzung für „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“). Mit der Markierung sollen die Sternsinger dem Haushalt Segen für das neue Jahr bringen.

RND/tr/pf

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