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Beleg für raschen Klimawandel: Großes Stück der Eisdecke Grönlands bricht ab

  • Ein Stück Eisdecke, das größer als Sylt ist, ist von Grönland abgebrochen.
  • Forscher zeichnen den Klimawandel dafür verantwortlich.
  • Allein das im Jahr 2015 in Grönland entstandene Schmelzwasser würde Deutschland in Höhe von eineinhalb Metern bedecken.
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Ein geschätzt 110 Quadratkilometer großes Stück der Eisdecke Grönlands ist abgebrochen - das ist eine größere Fläche als die der Insel Sylt. Das Stück sei von dem etwa 80 Kilometer langen und 20 Kilometer breiten Gletscher Nioghalvfjerdsfjorden abgebrochen, teilte die nationale geologische Forschungseinrichtung Dänemarks und Grönlands am Montag mit. Wissenschaftlern zufolge belegt dies den raschen Klimawandel.

“Wir sollten sehr besorgt sein wegen der offensichtlichen fortschreitenden Auflösung des größten verbleibenden Schelfeises der Arktis”, sagte Jason Box, Professor an der Forschungseinrichtung, die unter dem Kürzel GEUS bekannt ist.

In zwei Jahren 50 Quadratkilometer weniger

Die jährlichen Veränderungen des Eisschelfs im Nordosten Grönlands zum Ende der Schmelzperiode werde mithilfe von Satellitenaufnahmen gemessen, erklärte GEUS. In den vergangenen zwei Jahren sei das Gebiet jeweils um mehr als 50 Quadratkilometer geschrumpft.

"Ein weiterer massiver Brocken wichtigen Meereseises ist in den Ozean gefallen", sagte die Greenpeace-Sprecherin Laura Meller, die an Bord des Schiffs "Arctic Sunrise" der Organisation ist, das sich am Rand des Meereseises befindet. "Dies ist eine weitere Alarmglocke, die die Klimakrise in der sich schnell erhitzenden Arktis läutet."

Einer im August veröffentlichten Untersuchung zufolge verlor Grönland während des sehr warmen Jahres 2015 eine Rekordmenge an Eis. Wenn man diese Schmelzwasser-Menge über ganz Deutschland verteilen würde, stünde sie etwa 1,50 Meter hoch.

RND/AP

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