Geminiden 2019: Sternschnuppenschauer im Dezember

  • Die langen Dezembernächte lassen sich nutzen, um Sternschnuppen zu sehen.
  • Vom 6. bis 16. Dezember macht sich der Sternschnuppenstrom der Geminiden bemerkbar.
  • Am 11. Dezember zieht Venus an Saturn vorbei, was man gut mit einem Fernglas beobachten kann.
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Stuttgart. Anfang Dezember kann in der Abenddämmerung Saturn tief im Südwesten erspäht werden. Nach der Monatsmitte zieht sich der Ringplanet immer weiter vom Abendhimmel zurück. Am 1. Dezember geht Saturn gegen 19 Uhr unter, am 20. Dezember bereits gegen 18 Uhr. Venus ist leuchtender Abendstern, aber leider nie sehr lange zu sehen.

Mars und Merkur sieht man in den Morgenstunden

Am 11. Dezember zieht Venus drei Vollmonddurchmesser südlich an Saturn vorbei, was man gut mit einem Fernglas beobachten kann. Geht Venus Anfang Dezember bereits um 18 Uhr unter, so sinkt sie zu Silvester erst gegen 19.20 Uhr unter den Südwesthorizont.

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Mars kann am Morgenhimmel gesehen werden. Gegen 5.15 Uhr erscheint der rötlich-gelbe Planet tief am Osthimmel. Die dichten Luftschichten in Horizontnähe verfärben ihn ähnlich wie die Sonne bei Auf- und Untergang - deshalb leuchtet Mars nach seinem Aufgang tiefrot.

Merkur zeigt sich in der ersten Monatshälfte ebenfalls am Morgenhimmel. Für etwa eine halbe Stunde kann man den flinken Planeten in der Morgendämmerung knapp über dem Südosthorizont erkennen.

Zur Weihnachtszeit lässt sich ein Meteorstrom entdecken

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Vom 6. bis 16. Dezember macht sich der Sternschnuppenstrom der Geminiden bemerkbar. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt in den Zwillingen. Die meisten Geminidenmeteore sind in den Morgenstunden des 13. Dezember zu erwarten. Zur Weihnachtszeit erscheinen die Ursiden. Sie scheinen dem Sternbild Kleiner Bär zu entströmen. Die Ursiden-Meteore können die gesamte Nacht hindurch beobachtet werden. Um den 22. Dezember erreicht die Ursiden-Aktivität dann ihren Höhepunkt.

Leicht zu erkennen: Die drei Gürtelsterne des Orion

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Die östliche Himmelshälfte wird gegen 22 Uhr abends von den Wintersternbildern eingenommen, die etliche auffällig helle Sterne besitzen. Im Südosten steht der Himmelsjäger Orion mit seinen beiden Hauptsternen, der rötlichen Beteigeuze und dem bläulich-weißen Rigel. Beide Sternennamen stammen von den Arabern.

Beteigeuze markiert dabei die östliche Schulter des Orion, Rigel deutet seinen westlichen Fuß an. Markant und leicht zu erkennen sind die drei Gürtelsterne des Orion - fast exakt in einer geraden Linie stehend. Der westliche Gürtelstern Mintaka befindet sich dabei ziemlich genau auf dem Himmelsäquator, der Orion in zwei Teile spaltet.

Sirius: Hellster Fixstern und Nachbarstern der Sonne

Tief am Südhimmel flackert Sirius in bläulichem Licht. Er ist der Hauptstern im Bild Großer Hund. Mit knapp neun Lichtjahren Entfernung gehört Sirius zu den Nachbarsternen unserer Sonne. Er ist kaum zu übersehen, ist er doch der hellste Fixstern am irdischen Himmel. Dem Großen Hund folgt im Osten der Kleine Hund mit seinem Hauptstern Prokyon. Hoch im Osten nehmen die beiden Sternenketten der Zwillinge ihren Platz ein. Fast senkrecht über unseren Köpfen leuchtet die helle Kapella im Sternbild Fuhrmann. Der Widder hat gerade die Mittagslinie passiert während hoch am Westhimmel das Pegasusquadrat, auch als Herbstviereck bekannt, zu sehen ist.

Längste Vollmondnacht des Jahres im Dezember

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Mit 404.450 Kilometer hält sich der Mond am 5. Dezember in Erdferne auf. Vollmond wird am 12. Dezember um 6.12 Uhr erreicht. Am Abend dieses Tages sieht man den hell strahlenden Mond im Sternbild Stier. Die Nacht vom 11. auf den 12. Dezember ist die längste Vollmondnacht des Jahres. Um Mitternacht erreicht der Mond seine höchste Position im Süden in diesem Jahr. Seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert der Mond am 18. Dezember abends, wobei ihn 370.260 Kilometer von uns trennen.

Ringförmige Sonnenfinsternis am 26. Dezember

Neumond tritt am 26. Dezember um 6.13 Uhr ein. Dabei schiebt sich der dunkle Neumond vor die Sonne, es kommt zur Sonnenfinsternis. Die Sonnenscheibe ist diesmal etwas größer als die Neumondscheibe, da sich die Erde in Sonnennähe, der Mond aber in Sonnenferne befindet. Somit entsteht keine totale, sondern eine ringförmige Sonnenfinsternis. Sie bleibt allerdings auch in ihren partiellen Phasen von Mitteleuropa aus unbeobachtbar.

Aber Weihnachtsurlauber, die in östliche Gefilde reisen, können dieses spektakuläre Himmelsschauspiel verfolgen. Die Zone der ringförmigen Phase zieht sich von den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Persischen Golf über die Südspitze Indiens, über Sumatra und Borneo und endet im Pazifik.

Astronomischer Winter hält am 22. Dezember Einzug

Die Sonne wechselt am 18. Dezember abends aus dem Schlangenträger in das Sternbild Schütze, in dem sie ihren Jahrestiefststand am 22. Dezember erreicht. Ebenfalls am 22. Dezember: der astronomische Winter hält um 5.19 Uhr seinen Einzug. Der Winterpunkt liegt im Sternbild Schütze und markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Steinbock. Deshalb spricht man auch vom Wendekreis des Steinbocks. Denn die Sonne beendet hier ihre Südwanderung und strebt wieder nach Norden - dem Frühlingspunkt entgegen.

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Der 22. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres - betrachtet man den Auf- und Untergang der Sonne. Der früheste Sonnenuntergang erfolgt aber schon am 12. Dezember, der späteste Sonnenaufgang erst am 31. Dezember.

RND/dpa

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