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  • Gefahr durch Weltraumschrott: Satelliten müssen immer häufiger ausweichen

Europas Weltraumchef Aschbacher warnt: Weltraumschrott wird zu einem „großen Problem“

  • Der Esa-Generaldirektor sieht in den Massen an Weltraumschrott ein zunehmendes Problem, knapp 129 Millionen Trümmerobjekte fliegen mittlerweile im All herum.
  • Dadurch müssten Satelliten immer häufiger ausweichen, was wichtige Strukturen auf der Erde beeinträchtigen könne.
  • Daher werden strengere Regeln gefordert.
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Paris. Die Europäische Weltraumorganisation Esa warnt vor der zunehmenden Gefahr durch Weltraumschrott im All. „Schrott wird sicherlich zu einem großen Problem. Heute viel mehr als noch vor ein paar Jahren, als man nur wenige Flugmanöver machen musste, um Schrott auszuweichen“, sagte Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher anlässlich des Beginns der Europäischen Weltraumschrott-Konferenz am Dienstag in einer Online-Pressekonferenz.

Satelliten müssen öfter ausweichen – das hat Auswirkungen

In jüngster Zeit komme es immer öfter vor, dass man mit Satelliten Manöver fliegen müsse, um eine Kollision mit dem Schrott zu verhindern. Man dürfe nicht vergessen, dass viele Dienste auf der Erde von Satelliten abhängig sind – von der Kommunikation über die Wettervorhersage bis zur Navigation. „Das sind alles Infrastrukturen, an die wir gewöhnt sind. Wir verlassen uns auf sie“, so Aschbacher.

Video
Weltraum-Schrott am Nachthimmel
0:50 min
Vermutlich konnten Amateurfilmer beobachten wie Weltraum-Müll beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühte.  © Reuters

Strenge, international geltende Regeln von Nöten

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Die Esa schätzt, dass knapp 129 Millionen Trümmerobjekte im All herumfliegen. Die meisten von ihnen sind zwischen einem Millimeter und einem Zentimeter groß. Bei dem Schrott kann es sich um kaputte Satelliten oder abgesplitterte Bruchstücke von Raumfahrzeugen handeln. Als Weltraumschrott gelten von Menschen produzierte Objekte im All, die keine Funktion erfüllen. Aschbacher will sich bei den Esa-Mitgliedsstaaten für mehr Investitionen starkmachen, um die Sicherheit im All zu gewährleisten.

„Wir stehen vor völlig neuen Herausforderungen, denn heute werden selbst innerhalb eines Monats Hunderte von Satelliten gestartet. Und das ist viel mehr, als wir früher in einem ganzen Jahr gestartet haben“, warnte Thomas Schildknecht vom Astronomischen Institut der Universität Bern. Die Situation sei zwar nicht hoffnungslos, man brauche aber strengere Regeln und internationale Mechanismen, welche die Durchsetzung dieser Regeln sicherstellten.

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Künftige Generationen Platz lassen

Das Ziel sei es, den künftigen Generationen im Weltraum noch Platz zu lassen, sagte Rolf Densing, Esa-Direktor für Missionsbetrieb. Internationale Richtlinien besagten zum Beispiel, dass erdnahe Satelliten spätestens 25 Jahre nach Beendigung ihrer Mission aus dem Weltraum entfernt werden müssten. Vielleicht müsse die internationale Gemeinschaft diese 25 Jahre noch einmal überdenken, so Densing.

RND/dpa

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