Fünf Krankheiten, gegen die Kinder geimpft werden sollten

Von Diphtherie bis Tetanus: Eine Impfung ist zwar freiwillig, Gesundheitsexperten raten Eltern jedoch, ihre Kinder gegen gewisse Krankheiten zu impfen. Diese gehören mit zu den gängigsten.

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Berlin. Jedes Jahr ruft die Europäische Region der WHO die Europäische Impfwoche (EIW) aus, um für Impfmaßnahmen als entscheidende Vorbeugemaßnahme gegen Krankheiten und den Schutz von Menschenleben zu werben. Die diesjährige Zielsetzung sei es, das Bewusstsein für den Nutzen von Impfungen zu schärfen. Die EIW 2019 geht vom 24. bis 30. April.

In Deutschland besteht keine Impflicht, das Bundesministerium für Gesundheit hat jedoch mit der Ständigen Impfkommission (STIKO) ein unabhängiges Expertengremium für Impf-Empfehlungen berufen. Laut Experten haben sich die Impfquoten, besonders im Kindesalter, in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich erhöht. So sind nach Zahlen des Robert Koch Instituts mehr als 90 Prozent der deutschen Erstklässler geimpft. Diese fünf Impfungen gehören mit zu den Empfehlungen der Experten:

DIPHTHERIE Deren Bakterien fängt man sich wie bei einer Erkältung über Tröpfcheninfektion – etwa beim Husten, Niesen oder Sprechen ein. Dann kann die Krankheit beispielsweise im Rachen auftreten und der Patient hat Halsschmerzen. Wenn sich die Atemwege ganz verschließen, drohen die Kranken zu ersticken. Das Gift des Erregers kann auch Organe schädigen oder Geschwüre bilden.

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TETANUS/WUNDSTARRKRAMPF: Die Erreger lauern quasi überall – etwa in der Erde, im Schmutz oder in Fäkalien. Schon über kleine Kratzer oder Schrammen gelangen sie in den Körper. Das Bakteriengift lässt Muskeln verkrampfen. Ist die Atem- und Schluckmuskulatur mit betroffen, droht Ersticken.

KEUCHHUSTEN: Patienten können andere über Tröpfchen von Husten, Niesen oder Sprechen anstecken. Das Bakteriengift schädigt Schleimhäute, oft haben Kranke langwierigen, trockenen Husten. Besonders Kleinkinder können etwa Lungen- und Mittelohrentzündung bekommen. In seltenen Fällen schädigt Sauerstoffmangel das Hirn. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder.

KINDERLÄHMUNG/POLIO: Diese Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden und oft auf andere Menschen übertragen, wenn sie etwa nach der Toilette ihre Hände nicht richtig waschen und später den Mund berühren. Fast alle Infizierten merken jedoch nicht, dass sie sich angesteckt haben. Wenige bekommen Fieber, Hals- und Kopfschmerzen. Es kann sogar zu bleibenden Lähmungen kommen. Europa gilt wegen der Impfprävention als poliofrei. Fernreisende können sich allerdings, etwa in Afrika, infizieren.

MASERN: Die Viren kann man sich über Speicheltröpfchen in der Luft einfangen. Einige Tage danach breitet sich ein Ausschlag über den ganzen Körper aus. Etwa jeder zehnte Patient hat Komplikationen, beispielsweise Mittelohr- oder Lungenentzündungen. Je älter der Infizierte ist, desto gefährlicher wird die Krankheit. Selten kommt es auch zu Gehirnentzündungen, die tödlich enden können.

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Von RND/dpa

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