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Frühgeborenenrate bleibt konstant – trotz besserer Versorgung

Die medizinische Versorgung wird immer besser. Doch die Quote von Frühgeborenen bleibt unverändert. Fortschritte gibt es bei der Versorgung der Frühchen.

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Hannover. Die Frühgeburtenrate nimmt nicht ab – trotz medizinischem Fortschritt. „Das liegt vor allem am stetig steigenden Alter der erstgebärenden Mütter“, sagte Dirk Olbertz, Chefarzt der Neugeborenenmedizin des Klinikums Südstadt in Rostock vor der 44. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin in Rostock. Heute liege das durchschnittliche Alter von Erstgebärenden bei 30 Jahren, in den frühen 1990er Jahren lag es noch bei 23 Jahren. Dabei sei das Risiko, eine Frühgeburt zu erleiden, bei 40-Jährigen doppelt so hoch wie bei 25-Jährigen.

Die Frühgeburtenrate liege zwischen sieben und neun Prozent. Wenn ein Kind vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommt, gelte es als frühgeboren. Bei "Termingeborenen" Kindern liege der Geburtstermin zwischen der 37. und Ende der 41. Woche.

Fortschritt bei der Versorgung von Frühgeborenen

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Nicht alle Frühgeborenen müssen medizinisch betreut werden. „Stationäre Behandlung ist vor allem bei Kindern vor der 36. Woche und unter 2000 Gramm Geburtsgewicht angesagt“, sagte Olbertz.

Medizinische Fortschritte gebe es auch bei der Versorgung von extremen Frühchen, die vor der 28. Woche geboren werden. Allerdings seien die Risiken besonders hoch. "Hier stellt sich oft die Frage nach der Überlebensqualität", sagte Olbertz. Die Grenzen der Überlebensfähigkeit liegen bei 22 bis 24 Schwangerschaftswochen. "Da überlegen die Mediziner und Eltern gemeinsam, welcher Weg beschritten wird." Es gehe dann entweder um die palliative Behandlung mit dem Ziel eines würdevollen Sterbens oder einem kurativen Ansatz mit dem Ziel, dass das Kind überlebt. "Es bleibt aber immer das Risiko einer lebenslangen Pflegebedürftigkeit."

Die Medizin könne die intensivmedizinische Behandlung zwar weiter optimieren, ist Olbertz überzeugt. „Aber es darf nicht das Ziel sein, das Reifealter zum Überleben eines Kindes immer weiter nach unten zu drücken. Das wollen wir nicht.“

Von RND/dpa

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