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Freiwillige stricken für australische Wildtiere - doch Helfer haben keine Verwendung

  • Bei den verheerenden Buschbränden in Australien haben unzählige Tiere Verletzungen erlitten.
  • Tierschutzorganisationen hatten Freiwillige dazu aufgerufen, Säcke, Handschuhe und Nester für die Tiere zu stricken.
  • Doch Helfer haben können die Strick-Spenden nicht gebrauchen. Im Gegenteil: Für die Tiere sind sie sogar gefährlich.
Michèle Förster
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Große Flächen Australiens sind seit mehreren Monaten von schweren Waldbränden betroffen. Darunter leiden auch unzählige Wildtiere, deren Lebensräume den Flammen zum Opfer gefallen sind. Laut Forschern der Universität von Sydney sind etwa 500 Millionen Tiere bereits in den Buschfeuern ums Leben gekommen.

Statt Geldspenden hat eine Tierschutzorganisation nun andere Hilfe erbeten: Damit sich die Rettungskräfte und Freiwilligen Helfer vor Ort um die Versorgung der verletzten Tiere kümmern können, hat das Animal Rescue Collective Craft Guilt (ARCCG) weltweit zum Stricken und Nähen von Kängurusäcken, Wickelsäcke für Flughunde und kuschelige Nester für Tierbabys aufgerufen.

Spenden können nicht genutzt werden

Dem Aufruf der Tierschützer folgten bereits viele Menschen. Etliche Kisten mit selbstgestrickten Sachen sind schon in den Auffangstationen eingetroffen. Rachael Tarlinton, australische Professorin für tiermedizinische Zellmikrobiologie, lobt das große Engagement der Menschen, befürchtet aber, dass die Vielzahl an Sachspenden nicht genutzt werden kann.

"Ich war mit Tierärzten in der Region in Kontakt und sie sind verzweifelt darum bemüht, dass die Leute diese Gegenstände nicht mehr versenden", sagte sie gegenüber dem Evening Standard. Damit wollen sie nicht undankbar erscheinen, doch die Helfer hätten angesichts der vielen zu versorgenden Tiere schlicht keine Kapazitäten, die Kisten mit Sachspenden zu sortieren.

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Insbesondere bei den gestrickten Fäustlingen für Koalas sieht die Veterinärin Probleme. Da viele der Wildtiere offenen Wunden haben, müssen alle Verbände und Wickel sterilisiert werden. Das gilt auch für die gestrickten Bodys, Wickel und Handschuhe, wenn sie mit der Haut der Tiere in Kontakt kommen. Wolle übersteht den Prozess der Hitzesterilisation jedoch nicht, weshalb die handgefertigten Gegenstände entsorgt werden müssten.

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Langfristig können Geldspenden mehr helfen

"Das andere Problem mit Koala-Fäustlingen ist, dass sie immer noch ihre Krallen und Pfoten brauchen, um sich selbst ernähren und Bäume besteigen zu können", weiß Tarlinton. Sie schlägt stattdessen allen handarbeitsbegabten Tierfreunden vor, Koalas oder Teddybären zu stricken und diese zu verkaufen.

Die Erlöse könnten den Tierschutzorganisationen vor Ort gespendet werden. "Es ist nicht so befriedigend zu wissen, dass Ihre Gegenstände diesen Tieren nicht direkt helfen. Aber das Geld kann verwendet werden, um den Tieren mit längerfristigen Projekten zu helfen."

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