Freitag, der 13. – Was steckt hinter dem Unglückstag?

  • Freitag, der 13., gilt als größter Unglückstag des Jahres.
  • Viele Menschen hängen dem Aberglauben an und vermeiden es, an dem Tag wichtige Dinge zu erledigen.
  • Dabei gibt es an einem Freitag, den 13., gar keine Häufung von Unglücksfällen.
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Hannover. An einem Freitag, den 13., sollten keine großen Entscheidungen getroffen oder Risiken eingegangen werden, denn das kann ja nur schlecht ausgehen. Zumindest besagt das der althergebrachte Volksglaube. Aber handelt es sich beim unbeliebtesten Tag des Jahres wirklich nur um einen Aberglauben oder geschehen wirklich mehr Unglücke an diesem Datum?

Woher stammt der Aberglaube vom Freitag, den 13.?

Der Glaube, dass ein Freitag, der auf den 13. des Monats fällt, Unglück bringt, stammt aus der Kombination der Zahl 13 und dem Wochentag Freitag. Beide haben im Volksglauben einen schlechten Ruf. Treten sie zusammen auf, ist das symbolische Unheil quasi vollkommen.

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Das Christentum prägte das Bild des Freitags in westlichen Kulturkreisen maßgeblich. Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt, sein Tod wird am Karfreitag betrauert. Noch bis heute pflegen gläubige Christen das Freitagsopfer, um seiner zu gedenken.

Die Zahl 13 trägt ihren schlechten Ruf vor allem deshalb, da sie direkt auf die Zwölf folgt. Das Dutzend spielt in der christlich-abendländischen Kultur eine entscheidende Rolle. Ein Jahr besitzt zwölf Monate und ein Tag zweimal zwölf Stunden. Passend dazu gibt es zwölf Sternzeichen. Jesu Christi versammelte zwölf Jünger um sich. Da die 13 dieses bewährte Konzept bricht, gilt sie als Unglückszahl.

Geschehen am Freitag, den 13., mehr Unglücke?

Der Aberglaube lässt zwar vermuten, dass es an diesem Datum öfter zu Unfällen kommt, aber grundlegend konnte nie eine Zunahme an Unglücksfällen festgestellt werden. Tatsächlich ist davon auszugehen, dass viele abergläubische Menschen an diesem Tag besonders vorsichtig sind, wodurch die Zahl der Unfälle sogar geringer ausfällt.

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Was bedeutet Freitag, der 13., in anderen Kulturen?

Nicht in allen Ländern und Kulturkreisen ist Freitag, der 13., ein Tag des Unglücks. Während die 13 etwa im deutschen Volksglauben auch als „Dutzend des Teufels“ bezeichnet wird, gilt sie im Judentum als ein Symbol Gottes. Und auch in Japan wird die 13 eher als Glückszahl gesehen.

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In Griechenland und Teilen Spaniens hat man dagegen Dienstag, den 13., als unheilbringend ausgemacht. Abergläubische Italiener wiederum bleiben lieber an einem Freitag, den 17., zu Hause.

Doch auch in Ländern, in denen kein bestimmter Tag als besonders unglückverheißend gilt, gibt es Aberglaube. In Südafrika soll zum Beispiel eine Katze, die nachts sehr lange miaut, ein besonders schlechtes Omen sein.

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RND