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  • Frankreich Europameister? Statistik-Forscher stellen Prognose zur Fußball-EM 2021 auf

Statistikforscher prognostizieren: Europameister wird Frankreich

  • Wissenschaftler wollen mithilfe mehrerer statistischer Modelle den Europameister der diesjährigen Fußball-EM ermittelt haben.
  • Mit einer Wahrscheinlichkeit von 14,8 Prozent wird ihnen zufolge Frankreich den Pokal mit nach Hause nehmen.
  • Ob das Ergebnis wirklich so ausgeht, wird der Verlauf des Turniers zeigen.
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Dortmund/München. Wenige Tage vor dem Start der Fußball-EM steht für international zusammenarbeitende Statistiker fest: Frankreich wird Europameister. Forscher der Technischen Universitäten Dortmund und München haben gemeinsam mit Statistik-Forschern der Universitäten Innsbruck und Gent sowie der Hochschule Molde eine Gewinnwahrscheinlichkeit für den Weltmeister und deutschen Gruppengegner von 14,8 Prozent errechnet.

Für das deutsche Team liegt die Titelwahrscheinlichkeit aus Sicht der Statistiker bei 10,1 Prozent. Dies bedeutet der mit Portugal geteilte vierte Rang hinter England mit 13,5 Prozent und Spanien mit 12,3 Prozent. Das geht aus den am Montag veröffentlichten Studienergebnissen hervor.

Prognosen können immer auch danebenliegen

Für ihre Prognose kombinierten die Forscher mehrere statistische Modelle. So wurden zum Beispiel Spielstärken der Teams mit Informationen über die Struktur innerhalb der Mannschaft wie Marktwert, Anzahl der Champions-League-Spieler, Einsätze in der Liga und auch sozio-ökonomische Faktoren des Herkunftslandes (Bevölkerung und Bruttoinlandsprodukt) kombiniert. Anschließend wurde die EM 100.000 Mal Spiel für Spiel durchsimuliert. Daraus ergaben sich Wahrscheinlichkeiten für das Weiterkommen von Runde zur Runde und letztendlich für den EM-Sieg.

Ob das auch wirklich so eintritt? „Es liegt in der Natur von Prognosen, dass sie auch danebenliegen können – sonst wären Fußballturniere auch sehr langweilig. Wir liefern eben Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten“, sagte Statistikprofessor Achim Zeileis von der Universität Innsbruck.

RND/dpa

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