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Experte: Australiens abgebrannter Busch bleibt wichtiger Lebensraum

  • Angesichts der verheerenden Buschfeuer in Australien hat ein namhafter Umweltforscher davor gewarnt, die abgebrannten Bäume und Sträucher gleich wegzuräumen.
  • Die beschädigte Vegetation biete weiterhin einen wichtigen Lebensraum für Tiere, sagte David Lindenmayer von der Australian National University in Canberra.
  • Selbst ein einziger überlebender Baum könne dazu beitragen, dass sich eine Gegend schneller erhole.
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Canberra. "Feuer brennen ungleichmäßig. Kleine unverbrannte Stellen, halb abgebrannte Baumstämme und tote oder brand-geschädigte Bäume bleiben häufig zurück", sagt der Wissenschaftler weiter. "Unsere Forschung hat gezeigt, dass diese Stellen und Überreste von Gehölz für die Erholung der Tierpopulationen sehr wichtig sind."

Seit Beginn der Buschfeuer im Oktober verbrannten in ganz Australien mehr als zehn Millionen Hektar Land, das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Tausende Häuser wurden zerstört. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben.

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Menschen mit guten Absichten verspürten zuweilen den Drang aufzuräumen, "um etwas Konstruktives zu tun", sagt der Umweltforscher. Doch selbst ein einziger überlebender Baum könne dazu beitragen, dass sich eine Gegend schneller erhole, so Lindenmayer.

Die erhaltenen Stellen böten wichtige Nahrung und Unterschlupf, während die beschädigten Bäume als Brutplätze genutzt werden könnten. Schätzungen von Experten zufolge sind bei den seit Wochen andauernden Buschfeuern in Australien bisher mindestens eine Milliarde Tiere getötet worden.

RND/dpa

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