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Lichtpunkte am Himmel: Elon Musks Starlink-Satelliten sorgen für Rätselraten

  • Mysteriöse Lichtpunkte erleuchten seit einigen Monaten immer wieder den Nachthimmel über Deutschland.
  • Auch aktuell wundern sich viele Menschen darüber.
  • Zurückzuführen ist das auf neue Satelliten, die von Elon Musk ins All geschickt werden und für schnelleres Internet sorgen sollen.
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Sind es Sternschnuppen? Kometen? Oder vielleicht sogar Ufos? Zahlreiche Menschen beobachten aktuell Himmelserscheinungen am Nachthimmel. Auch wenn gerade der Sternschnuppenstrom der Lyriden an der Erde vorbeizieht, sind die gesichteten Objekte doch anders. In Hannover bezeichnet man es als Lichtpunkt, in Rostock ist von Leuchtkugeln die Rede. Der Ursprung dieser Sichtungen ist jedoch immer der gleiche.

Was dort zu sehen ist, sind Satelliten, die Elon Musk und sein SpaceX-Unternehmen im Rahmen des „Starlink“-Projektes ins All geschossen haben. Schon im Januar sorgten ungewöhnliche Sichtungen am Himmel für Rätselraten. Anfang Januar 2020 wurden zum dritten Mal 60 Satelliten für das Projekt „Starlink“ ins Weltall geschossen. Starlink ist ein Projekt von Elon Musk und seinem SpaceX-Unternehmen, das seit Mai 2019 mittlerweile 360 solcher Kommunikationssatelliten mit sechs Falcon 9 Raketen in die Erd-Umlaufbahn gebracht.

Ein spannender Blick in den Abendhimmel

Nicht nur Mond und Sterne, auch eine Reihe mysteriöser Lichtpunkte erleuchten seit einigen Monaten immer wieder die Nacht. Die hellen Lichter sind aufgereiht wie an einer Perlenkette. Die ungewöhnliche Formation sorgt vielerorts für Irritationen. „Es sind eng hintereinander fliegende Satelliten“, hieß es von der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Das Phänomen ist noch einige Tage lang zu beobachten.

Der Anblick kommt dadurch zustande, dass die Satelliten nach dem Start relativ eng beieinander, sehr niedrig und deswegen sehr auffallend für gelegentliche Beobachter sind. Auch aufgrund des derzeit klaren Himmels seien sie momentan so gut sichtbar, hieß es von der Esa. Am besten geeignet für die Beobachtung seien die ersten ein bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang. Dann reflektiere die Oberfläche der Satelliten das restliche Sonnenlicht.

Die Starlink-Satelliten über Oregon, USA

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Übersicht der Satelliten im Starlink-Tracker

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Die Objekte werden wie andere Satelliten oder die Internationale Raumstation (ISS) auch durch die Sonne angestrahlt und leuchten dann. Die Perlenketten-Struktur löst sich mit der Zeit auf.

Über Frankfurt zeigt sich die Satelliten-Schlange zum Beispiel frühmorgens. Zu sehen sind die Flugkörper unter anderem auch über Berlin, Süddeutschland, Nordhessen und dem Rhein-Gebiet. Für Interessierte Satelliten-Beobachter bietet die Internetseite findstarlink.com einen Überblick, wo und wann sich das Phänomen beobachten lässt.

„Starlink“-Projekt noch lange nicht am Ende

Insgesamt sollen für „Starlink“ 12.000 oder mehr Satelliten ins All geschossen werden. Ziel des milliardenschweren Programms ist es, sowohl entlegene Gebiete als auch Ballungszentren mit schnellem und preiswertem Breitband-Internet zu versorgen.

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Die jeweils über 200 Kilogramm schweren Satelliten sollen Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mit Hilfe von Lasern weiterleiten. Sie sollen in relativ niedrigen Umlaufbahnen fliegen und im Vergleich zu klassischer Satelliten-Kommunikation deutlich kürzere Verzögerungszeiten bieten. Astronomen kritisieren, dass irgendwann mehr Satelliten als Sterne am Nachthimmel zu sehen sein könnten.

RND/vca/dpa

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