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Ein Must-have im Sommer 2019: Der Batik-Trend zum Selbermachen

Stars wie Gigi Hadid haben es vorgemacht und alle Fans der 70er Jahre dürfen sich freuen: Im Sommer 2019 ist der Batik-Look zurück. Was es mit dem Trend auf sich hat und wie Sie gebatikte Kleidung, Tischdecken oder Kissenbezüge selber machen, zeigen wir im Video.

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Hannover. Batik ist eine Färbetechnik, die von vielen zunächst mit kunterbunten, selbst gemachten T-Shirts und Tüchern verbunden wird, die man im Kindergarten oder in der Grundschule gebastelt hat. Doch Batik ist mehr: Die Kreise, Linien und Figuren symbolisieren mittlerweile ein Lebensgefühl und feiern deshalb ihr Comeback in der Modewelt.

Batik: Ein Modetrend feiert sein Comeback

Die Färbetechnik stammt aus Indonesien und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Vor allem wurde Batik aber als einstiges Lieblingsmuster der Hippies und 90er Techno-Fans bekannt. "Es kommt aus der Zeit, in der man seine Jeans noch selbst bleachte", erklärt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln. "Das ist sowohl lässig als auch selfmade und passt deshalb zum Beispiel hervorragend zu Löchern in der Hose."

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Einen Unterschied zu damals gibt es aber: Die früher grellen Farben werden teilweise durch zurückhaltendere Kombinationen ausgetauscht. Dadurch wird das Muster neu interpretiert: Labels wie Proenza Schouler und Altuzzara setzen beispielsweise auf den eleganten Batik-Look.

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Batik oder Tie-Dye: Was ist das?

Mysteriöse Muster, Kreise, Linien und Figuren: Batiken, auch als „Tie-Dye“ bekannt, nennt man das Färben von Textilien mithilfe eines Farbbads. Bevor Kleidungsstücke, Kissenbezüge oder Geschirrtücher eingetaucht werden, bindet man den Stoff an verschiedenen Stellen, zum Beispiel mit Paketschnur, ab. Die Bereiche kommen daher nicht mit der Farbe in Berührung und es entstehen unterschiedliche Muster.

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Das Kleidungsstück wird vollständig in das Farbbad eingetunkt.

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Welche Stoffe eignen sich zum Batiken?

Um selbst zu batiken, eignen sich am besten Stoffe aus pflanzlichen Naturfasern, zum Beispiel aus Baumwolle, Leinen oder Viskose. Grundsätzlich lassen sich auch Mischgewebe, also Stoffe, die zu einem Teil aus nicht-färbbaren Fasern wie Polyester oder Polyacryl bestehen, färben. Hierbei sollte der Anteil der nicht-färbbaren Fasern aber bei höchstens 50 Prozent liegen.

Batik-Muster selber machen: Diese Färbetechniken gibt es

Schon mit einer einzigen Farbe gibt es viele Möglichkeiten, spezielle Batik-Muster zu erstellen.

Abbinden: Mit Kreppband, einer Paketschnur oder Gummibändern kann ein Stoff beim Batiken individuell abgebunden werden. Ein beliebtes Muster, das dadurch entsteht, ist das sogenannte Bulls Eye.

Je straffer das Kreppband, desto größer der Farbunterschied später.
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Falten und Abklemmen: Für diese Färbetechnik faltet man ein Kleidungsstück, zum Beispiel ein T-Shirt, als kleines drei- oder viereckiges Päckchen. Damit es seine Form behält, fixiert man das T-Shirt anschließend mit Wäscheklammern. Entsprechend der Falt- und Klammermethode können auf diese Weise zum Beispiel Streifen oder kleine Dreiecke entstehen.

Knoten: Wer ein Kleidungsstück batiken möchte, kann es ebenso ein- oder mehrmals knoten. Das Ergebnis: interessante Muster, die an die Struktur von Marmor erinnern.

Shibori: Aus Japan kommt die beliebte Shibori-Technik, die beim Batiken besonders feine Muster entstehen lässt. Es wird gefaltet, abgebunden, geknotet und genäht. Außerdem werden bei der Shibori-Technik beispielsweise Murmeln, Holzplättchen oder Steine verwendet, um innovative Muster zu erzeugen.

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