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Drohnen- und Lasershows: Die Zukunft fürs Silvesterfeuerwerk?

  • Feuerwerke geraten in Deutschland immer mehr in die Kritik. Sie belasten die Umwelt und sind laut und gefährlich.
  • Überall auf der Welt suchen Städte und Länder nach geeigneten Alternativen.
  • In Indien dürfen nur noch „grüne“ Böller gezündet werden, in China sorgen Drohnenschwärme für einen bunten Hightechhöhepunkt zum Jahreswechsel. Auch hierzulande gibt es Vorzeigeprojekte.
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Hannover. Es war ein spektakulärer Anblick: Eine Million illuminierte Drohnen sorgten am Nachthimmel über der Stadt Haikou in Südchina zum Jahreswechsel für ein atemberaubendes Schauspiel. Der Drohnenschwarm folgte einer perfekt programmierten Choreografie – mal kreisten Lichtschlangen am Nachthimmel, dann fielen Leuchtpunkte wie Sternschnuppen hinab, oder es strahlten Figuren und Gesichter auf, die am Himmel tanzten. Untermalt war die Drohnen-Light-Show mit emotionsgeladener klassischer Musik. Auch wer sich davon lediglich ein Youtube-Video ansieht, dem kann die effektreiche Show Tränen in die Augen treiben.

Die Millionenmetropole Haikou in der Provinz Hainan verzichtete zum traditionellen „Laternenfest“ zum Jahreswechsel – in China fiel der in diesem Jahr auf den 19. Februar – bewusst auf herkömmliches Verbrennungsfeuerwerk. Das digitale Drohnenfeuerwerk stand für ein umweltfreundliches Gemeinschaftserlebnis aller Einwohner. Private Pyrotechnik war in der gesamten Stadt verboten. Auch in den USA setzt man zunehmend auf surrende Drohnenschwärme statt knallende Feuerwerke – zuletzt etwa bei den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag. Viele Zuschauer äußerten sich darüber begeistert: Dank ausgefeilter LED-Technik kann jede einzelne Drohne in über fünf Millionen Farbkombinationen leuchten. Die Bilder werden vorab programmiert und später mittels Computer gesteuert.

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Lesen Sie auch: Umwelthilfe will Silvesterböllerei in Städten einschränken

Auch andernorts setzt man auf „saubere“ Alternativen zur feinstaubbelasteten Knallerei. Selbst in Indien, wo Feuerwerke Bestandteil vieler religiöser Feste sind, hat die Regierung gerade strenge Auflagen in Sachen Feuerwerkskörper verhängt. So hat sie in vielen Städten die herkömmlichen Raketen und Böller verboten. Stattdessen dürfen nur noch „grüne“ Feuerwerkskörper produziert werden – sie sollen die Umwelt weniger belasten als herkömmliche Pyrotechnik. Diese sollen laut den indischen Experten weniger Bariumnitrat enthalten, welches als Farbgeber und Oxidationsmittel dient, so soll die Belastung in der Luft um 30 Prozent reduziert werden. Umweltschützer kritisieren allerdings, dass auch das Abfeuern von „grünen” Feuerwerkskörpern die Umwelt belaste.

Landshuter Lasershow ist leuchtendes Beispiel

Deutlich weniger Luftverschmutzung bringen indes Lasershows mit sich, und sie gelten auch schon in zahlreichen europäischen Städten als Höhepunkt des Jahres. Im bayerischen Landshut etwa hatte man aus Angst vor einem Brand im historischen Zentrum der Stadt jegliches Feuerwerk untersagt. Als Trost organisierte die Stadt eine 15-minütige Lasershow in der Landshuter Fußgängerzone. Die Deutsche Umwelthilfe sieht Lasershows am Beispiel von Landshut als „moderne und saubere Alternative“ für das „Silvester der Zukunft“.

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Auch große, zentrale Feuerwerke in den Städten und Gemeinden könnten dafür sorgen, dass weniger Raketen abgefeuert werden. Dies wäre sogar mit umweltfreundlicherer Pyrotechnik möglich. So haben Wissenschaftler der Uni München ungiftige Ersatzstoffe für rote und violette Flammenfarben gefunden und für blaue Funken eine chlorfreie Alternative entwickelt. Diese Stoffe sind aber kostspielig und werden deshalb bisher nicht für die Produktion von Feuerwerkskörpern genutzt. Echte Bioböller wird es also auf absehbare Zeit wohl nicht geben – auch wenn die Diskussion darüber jedes Jahr neu aufflammt.

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