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Die Population wächst: Deutlich mehr Kegelrobben im Wattenmeer

In diesem Jahr tauchen die Kegelrobben vermehrt an der Wattenmeerküste auf.

Wilhelmshaven.Die Kegelrobben an der deutschen Nordseeküste vermehren sich prächtig. In Niedersachsen, in Schleswig-Holstein und auf der Insel Helgoland stieg die Population des größten Raubtiers an der Wattenmeerküste um bis zu 40 Prozent an, wie das Wattenmeer-Sekretariat in Wilhelmshaven CWSS (Common Wadden Sea Secretariat) am Freitag mitteilte.

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Im niedersächsischen Teil des Wattenmeers sei der Bestand im Vorjahresvergleich um mindestens 30 Prozent auf 587 Tiere gewachsen. Vermutlich seien es gar 10 bis 15 Prozent mehr Tiere als gezählt, sagte eine Sprecherin, da die Zählung in der Region Niedersachsen/Hamburg nicht beendet werden konnte. Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer stieg die Zahl der gesichteten Tiere im Vergleich zum Vorjahr sogar um 41 Prozent auf 218 Kegelrobben, wie das CWSS mitteilte. Auch auf Helgoland stieg die Zahl der Tiere um 18 Prozent auf 890 an.

Robben profitierten vielleicht von den Pandemiemaßnahmen

Insgesamt wurden vor den Küsten Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande 7649 Kegelrobben gezählt. Damit habe sich der Bestand seit Beginn der Zählungen im Jahr 2008 mehr als verdreifacht, hieß es. Die größten Kolonien seien in den Niederlanden zu finden, gefolgt von Niedersachsen und Helgoland. In Schleswig-Holstein und Dänemark würden weniger Tiere beobachtet. Kegelrobben “pendeln” zwischen dem Wattenmeer und den britischen Gewässern.

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Das Wattenmeersekretariat veröffentlicht am 03.07.2020 das Ergebnis der neuesten Kegelrobbenzählung.

Das Wattenmeersekretariat veröffentlicht am 03.07.2020 das Ergebnis der neuesten Kegelrobbenzählung.

Bei den jährlich grenzübergreifend koordinierten Zählungsflügen im Wattenmeer wird der Gesamtbestand der Kegelrobben während der Fellwechselperiode im Frühjahr gezählt. In diesem Jahr waren das die Zählmonate März und April. Experten vermuten, dass die Robben in diesem Frühjahr vom Rückgang menschlicher Aktivitäten durch die Pandemiemaßnahmen profitierten. Dies müsse jedoch noch abschließend untersucht werden, hieß es.

RND/dpa

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