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Deutschlands Sirenen funktionieren nicht: Einen Überblick, wo es hapert, gibt es auch nicht

  • Von einer flächendeckenden Warnung der betroffenen Bürger vor der Überschwemmungskatastrophe durch Sirenenalarm konnte keine Rede sein.
  • Ein Grund dafür ist, dass häufig funktionsfähige Sirenen fehlen.
  • Zwar ist ein Förderprogramm zur generellen Abdeckung mit analogen Warnsystemen geplant – aber noch nicht realisiert.
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Berlin. Vor den extremen Überschwemmungen im Westen Deutschlands ist nur ein Teil der Bevölkerung mit Sirenengeheul gewarnt worden. Das liegt auch daran, dass es vielerorts gar keine oder nur noch wenige funktionsfähige Sirenen gibt. Ein von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) aufgesetztes Förderprogramm für die Länder, die für den Katastrophen­schutz in Friedenszeiten die Verantwortung tragen, ist zwar geplant, aber noch nicht umgesetzt.

„Seit dem Frühjahr laufen mit den Ländern Abstimmungen zum Förderprogramm für den Aufbau und die Ertüchtigung der Sirenen“, sagte Ministeriumssprecher Steve Alter am Samstag auf Anfrage. Der Prozess sei auf der Zielgeraden.

Der Bund hatte den Ländern insgesamt 88 Millionen Euro angeboten. Die Wartungskosten für die Anlagen müssen die Länder aber selber aufbringen. Hinzu kommt, dass es aktuell keine bundesweite Übersicht gibt, wo überall Warnsirenen stehen und wo nicht.

An der Erstellung einer solchen Übersicht, zu der alle Länder und Kommunen beitragen müssen, arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) seit dem Frühjahr. Gegen Ende des Jahres soll es fertig sein.

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In einem Konzept zur Neuausrichtung der Bonner Behörde, das Seehofer und BBK-Präsident Armin Schuster im März vorgestellt hatten, heißt es: „Ungeachtet der Möglichkeiten, die sich aus der fortschreitenden Digitalisierung ergeben, ist auch der Ausbau und Betrieb analoger Warnmedien, wie zum Beispiel ein modernes Sirenennetz, wichtig.“ Denn die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass Sirenen mit ihrem Weckeffekt auch Teile der Bevölkerung zügig und zuverlässig warnen könnten, die andere Warnmittel – etwa per Smartphone – nicht nutzen.

RND/dpa

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