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  • Coronavirus-Infotelefon: Telefonnummer 116 117 hilft bei Verdacht auf Corona weiter

Bei Infektionsverdacht: So hilft die 116 117 bei Fragen zum Coronavirus weiter

  • Wer einen Arzttermin benötigt, meldet sich meist direkt in der Praxis. Doch derzeit sind viele Hausärzte überlastet.
  • Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, kann auch den Patientenservice kontaktieren.
  • Wo Sie sich bei einem Infektionsverdacht behandeln lassen können, verrät die 116 117.
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Wer außerhalb der üblichen Sprechzeiten ein gesundheitliches Problem hat, kann sich durch einen ärztlichen Bereitschaftsdienst versorgen lassen. Ob also mitten in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen: Die Rufnummer 116 117 ist immer dann die richtige Wahl, wenn es sich um nicht lebensbedrohliche Beschwerden handelt, die aber nicht bis zum nächsten Werktag warten können.

Auch wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, kann der Patientenservice weiterhelfen. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich laut Robert-Koch-Institut auf folgende Weise äußern: Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber und Durchfall. Wenn Sie an diesen Symptomen leiden und Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus labordiagnostisch bestätigt wurde oder wenn Sie sich vor Kurzem in einem der Risikogebiete aufgehalten haben, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Wenden Sie sich in diesem Fall telefonisch an Ihren Hausarzt oder an den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Durch eine telefonische Voranmeldung werden Sie richtig beraten, schützen andere und können sich überflüssige Wege sparen.

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Der ärztliche Bereitschaftsdienst: Was ist die 116 117?

Konkret unterteilen sich die Leistungen des Patientenservice 116 117 in den E-Terminservice, das Patientennavi und den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

  • E-Terminservice: Über dieses Tool lässt sich online ein Termin in einer Praxis buchen. Alternativ ist die Terminvereinbarung auch über das Telefon möglich, wenn Sie die 116 117 wählen. Hier können Sie auf den E-Terminservice zugreifen.
  • Patientennavi: Telefonisch werden Patienten dabei unterstützt, das jeweils beste Vorgehen für Ihr gesundheitliches Problem zu ermitteln. Als Anrufer wissen Sie so mit Sicherheit, ob Ihre Behandlung am nächsten Tag bei Ihrem Hausarzt, bei einem Bereitschaftsarzt oder im Krankenhaus erfolgen sollte.
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Schnelle ärztliche Hilfe außerhalb der regulären Sprechzeiten für Patienten.
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Bei Anruf der 116 117 werden Kunden in der Anrufzentrale an spezielle Bereitschaftsdienstpraxen verwiesen, die für den konkreten Krankheitsfall geeignet sind. Der Bereitschaftsdienst setzt sich aus Ärzten aller Fachgruppen zusammen, die aus der jeweiligen Region stammen und den Dienst zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeit in der Praxis leisten. Sowohl Kassen- als auch Privatpatienten werden durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst versorgt.

Nicht sinnvoll ist der Anruf bei der 116 117, wenn es sich um lebensbedrohliche Probleme handelt. In dem Fall sollten Sie die 112 wählen, also den ärztlichen Notruf. Dieser stellt eine direkte Verbindung zu Rettungsdiensten her, die sofort tätig werden, wenn Sie medizinische Hilfe benötigen. Ferner ist die 112 die richtige Nummer, um die Feuerwehr zu kontaktieren, also etwa im Falle eines Brandes. Eine weitere bekannte Notrufnummer in Deutschland ist außerdem die 110, mit der Sie die Polizei kontaktieren können.

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Wie funktioniert 116 117?

Möchten Sie die 116 117 kontaktieren, dann sollten Sie im Vorfeld am besten einige Informationen bereitlegen:

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer für Rückrufe
  • Art der Beschwerden
  • Alter der betroffenen Person
  • Ggf. Informationen über Allergien, Herzschrittmacher und ähnliche Besonderheiten
  • Möglichkeit der Begleitung der erkrankten Person in eine Bereitschaftspraxis

Wird über die 116 117 der ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert, so behandeln die Bereitschaftsärzte Erkrankte entweder in der eigenen oder in einer Bereitschaftsdienstpraxis, die sich möglichst nah am Patienten befindet. Mitunter ist es für einige Anrufer nicht möglich, den Arzt selbständig aufzusuchen. In diesen Fällen werden auch Hausbesuche durchgeführt.

116 117 Zeiten: Wann ist die Arzthotline erreichbar?

Die 116 117 ist rund um die Uhr an jedem Tag der Woche erreichbar, Sie können also zu jedem beliebigen Zeitpunkt anrufen und werden mit einem fachkompetenten Mitarbeiter verbunden. Auch am Wochenende und an Feiertagen steht die Arzthotline zur Verfügung.

116 117 Werbung: Die Nummer mit den Elfen

Um in der Bevölkerung bekannter zu werden, schaltet die 116 117 mittlerweile auch Werbung. Mit dem Slogan „die Nummer mit den Elfen“ und den beiden Elfen „Elf6“ und „Elf7“ bleibt die Rufnummer besonders einfach im Gedächtnis.

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Ist 116 117 kostenlos?

Ja, die 116 117 ist jederzeit kostenlos. Dabei ist es unerheblich, ob Sie vom Festnetz, mit dem Handy oder über das Internet anrufen.

Kann man 116 117 auch nachts nutzen?

Die 116 117 ist 24 Stunden, also auch nachts, an sieben Tagen in der Woche für Anrufer erreichbar.

Unterschied zwischen 112 und 116 117 – warum gibt es zwei Nummern für gesundheitliche Beschwerden?

Auch bei der 112 handelt es sich bekanntlich um eine wichtige Notrufnummer, sie bleibt trotz der 116 117 weiterhin erhalten. Konkret unterscheiden sich beide Nummern folgendermaßen:

  • Die 112 wird bei lebensbedrohlichen Situationen gewählt. Darunter können beispielsweise starke Herzbeschwerden, schwere Atemprobleme, akute Blutungen oder Bewusstlosigkeit fallen. Die 112 ist in diesem Fall rund um die Uhr erreichbar und sollte dementsprechend insbesondere bei medizinischen Notfällen genutzt werden.
  • Die 116 117 hingegen sollte gewählt werden, wenn es sich um nicht lebensbedrohliche Beschwerden handelt. Darunter fällt im Grunde alles, weswegen Sie ansonsten am nächstmöglichen Werktag zu einer Arztpraxis gehen würden – zum Beispiel hohes Fieber, Erbrechen oder starke Bauchschmerzen. Der Anruf beim ärztlichen Bereitschaftsdienst ist dann die richtige Wahl, wenn die Behandlung nicht mehr bis zum nächsten Werktag warten kann.

Darf man die 116 117 auch bei leichten Beschwerden anrufen?

In erster Linie ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für Patienten gedacht, die akute ärztliche Hilfe benötigen. Bei geringen Beschwerden wie etwa einer leichten Erkältung, bei denen zunächst auch Medikamente oder Hausmittel Abhilfe schaffen können, ist daher der Gang zum Hausarzt am nächsten Werktag die empfohlene Vorgehensweise. Sind Sie sich bezüglich Ihrer Symptome allerdings unsicher, so können Sie die Experten unter 116 117 dennoch kontaktieren. Diese erkennen im gemeinsamen Gespräch beispielsweise wichtige Warnsignale und sorgen dafür, dass Sie sich an den passenden Ansprechpartner für Ihr Problem wenden können.

RND/do/mf

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