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Stiftung: Kaum Rückgang bei Organspenden trotz Corona-Krise

  • Die Organspendezahlen in Deutschland liegen trotz der Corona-Krise in etwa auf Vorjahresniveau.
  • Laut Stiftung haben 2020 über 900 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe gespendet.
  • Rund 10.000 Menschen stehen aktuell auf der Warteliste für eine Transplantation.
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Frankfurt/Main. Trotz der Corona-Pandemie ist die Zahl der Organspender bisher nahezu konstant geblieben. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, haben nach vorläufigen Zahlen 2020 in Deutschland 913 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Damit liegen die Organspendezahlen in etwa auf dem Niveau von 2019, damals zählte die DSO 932 Organspender.

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Im zurückliegenden Jahr konnten 2941 nach dem Tod der Spender („postmortal“) entnommene Organe der internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant zugewiesen werden. Laut DSO waren das nur geringfügig weniger als 2019, wo 2995 Organe weitergegeben wurden. Am häufigsten wurden Nieren gespendet, gefolgt von Lebern, Lungen, Herzen und weiteren Organen.

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Fast 10.000 Patienten warten auf Transplantation

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In den deutschen Transplantationszentren wurden im vergangenen Jahr 3016 Organe nach einer postmortaler Spende übertragen, das waren 176 Organe weniger als in 2019. Ende 2020 standen laut DSO noch immer 9200 Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation.

„Es zeigt, dass es für Ärzte und Pflegende auf den Intensivstationen zunehmend selbstverständlich ist, am Lebensende von Patienten mit schwerer Hirnschädigung auch nach der Einstellung zur Organspende zu fragen, selbst in der Phase der Pandemie“, erklärte der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel.

RND/dpa

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