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Stiftung Warentest: Elf von 15 CO₂-Meldern sind „gut“

Lüften hilft, die Übertragung von Coronaviren über die Raumluft zu verringern. Wann man das Fenster öffnen sollte, zeigt ein CO₂-Melder an. (Symbolbild)

Berlin.Bei der Bekämpfung von Corona-Infektionen ist das häufige Lüften von Räumen wichtig – und dabei können CO₂-Melder helfen. Die Stiftung Warentest hat elf von 15 Geräten zur Messung der Luft in Räumen die Note „gut“ gegeben.

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Was können CO₂-Melder?

Sie zeigen an, wann die Luft in einem Raum „verbraucht“, also nicht mehr frisch ist. Die Geräte erinnern mehrfach am Tag daran, die Fenster zu öffnen. Was im Alltag vor Corona für ein gutes Raumklima sorgte, kann jetzt für die Gesundheit entscheidend sein: Denn häufiges Lüften gilt als eine der wichtigen Maßnahmen zum Schutz vor der Übertragung einer Corona-Infektion innerhalb von Räumen.

Konkrekt erkennen können die CO₂-Melder nicht die Viren in der Luft. Sie messen den Gehalt von Kohlendioxid (CO₂), ein farb- und geruchloses Gas, das wir ausatmen. Und mit unserer Atmenluft gelangen Aerosole aus unseren Lungen mit in den Raum, die Viren transportieren können. Die CO₂-Melder sind damit gerade an kalten Wintertagen, wenn zu häufiges Lüften unangenehm wird, ein Indikator, wann man die Fenster und Türen spätestens aufmachen sollte.

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Das ist in normalen Zeiten mit Blick rein auf das gute Wohnklima bei einem Wert ab über 1000 ppm (Teile pro Million) allmählich der Fall, spätestens bei 1400 ppm sollte gelüftet werden. Während der Pandemie sollte man aber besser schon ab 800 ppm für Luftaustausch sorgen, so die Stiftung Warentest mit Verweis auf den Experten Konstantinos Stergiaropoulos, Professor für Heiz- und Raumlufttechnik an der Universität Stuttgart.

Wie gut erkennen die getesteten Geräte diese Werte?

Das ist ein Manko: Die Schwellenwerte sind nicht bei allen Geräten verstellbar. Das bedeutet, die gut bewerteten Geräte springen erst ab dem Bereich von 1000 ppm auf die Warnfarbe Gelb und noch später auf Rot. Die Mehrheit der getesteten Geräte zeigt im Display aber zusätzlich die Messwerte an, auf die man daher bewusst achten muss.

Allerdings waren die Tester und Testerinnen mit den Anzeigen und Warnfarben auch nicht immer zufrieden: Nicht alle CO₂-Ampeln und -Messgeräte zeigen bei einer CO₂-Konzentration von 1400 ppm im Raum Rot, sondern reagieren erst später, so die Zeitschrift „test“ (Ausgabe 2/2022).

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Testsieger sind bei den Geräten mit Ampel und einem zusätzlichen Display mit Messanzeige das Luftqualitätsmessgerät Safe von Hama (Note 1,8), AirCO₂ntrol 5000 von TFA Dostmann (1,8), Voltcraft Co-60 von Conrad (1,9), RM 100 von Ebro (1,9), AIR2COLOR PRO von Renz (1,9), PCE-RCM 16 von PCE (2,2) und CL 11 von Rotronic (2,2) sowie das smarte Messgerät View Plus von Airthings (1,9).

Bei den Ampeln ohne Display lagen das Modell Caru von Air (Note 1,6), aeromio von AddAid (1,8) und CO₂-Ampel von LuftLicht (2,2) vorn.

Wofür eignen sich die Geräte?

Die Stiftung Warentest hat Melder für Wohnräume, aber auch größere Ampeln getestet, die die Luftkonzentration in Klassenzimmern und großen Büros erfassen können. Aber: Die Geräte sind nicht gerade günstig. Der billigste gut bewertete Melder kostet 63 Euro, eine große Ampel für Klassenräume um die 250 Euro.

Wie lüfte ich am besten, wenn die Geräte sich melden?

Am schnellsten tauscht sich verbrauchte gegen frische Luft beim Stoß- und Querlüften aus. Denn durch weit geöffnete Fenster, die nach Möglichkeit gegenüber liegen, bildet sich ein Luftsog. Dauerlüften durch gekippte Fenster ist ineffizient, denn darüber wird nur wenig Luft ausgetauscht – selbst wenn man die Fenster lange auf Kippstellung lässt.

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Ein Expertengremium des Umweltbundesamtes rät zum Infektionsschutz, normale Wohnräume für durchschnittlich zehn bis 15 Minuten je Einheit stoßzulüften. Im Winter können bei großen Unterschieden zwischen der kalten Außen- und der beheizten Innenluft auch schon fünf Minuten reichen, im Sommer sollten es etwa 20 bis 30 Minuten sein. Hat man viele Besucher im Raum, sollte während der ganzen Zeit gelüftet werden.

RND/dpa

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