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  • Chinesisches Neujahr 2021: Wie wünscht man frohes neues Jahr auf Chinesisch? Mond-Neujahr hat begonnen

Xin-nian kuai-le! Wie gut ist Ihr Chinesisch?

  • Am 12. Februar ist Chinesisches Neujahr.
  • Auch 2021 ist das wichtige Fest für über eine Milliarde Menschen mit erheblichen Reiseeinschränkungen verbunden.
  • So wünschen Sie Freunden und Familie ein frohes neues Jahr auf Mandarin.
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Hannover. Auch bei der wohl größten jährlichen Völkerwanderung legt die Corona-Pandemie in diesem Jahr keine Pause ein. Wie schon 2020 macht auch in diesem zweiten Pandemiejahr das Virus den Feierlichkeiten und der damit verbundenen Migrationsbewegung einen Strich durch die Rechnung. Wenngleich China vergleichsweise gut durch die Pandemie zu kommen scheint, dürften Familienbesuche auch zum Neujahrsfest 2021 noch deutlich eingeschränkt sein. Und schließlich gibt es ja auch genügend Menschen außerhalb Chinas, die aufgrund der Reisebeschränkungen in ihrem Land nun nicht nach Hause kommen können.

Umso wichtiger wird es, Freunden und Familie frohe Neujahrsbotschaften digital zukommen zu lassen. Doch wie sagt man eigentlich „Frohes Neues“ auf Chinesisch? Ein kleiner Sprachführer.

Was heißt „Frohes neues Jahr“ auf Chinesisch?

Die wichtigste Grußformel zuerst: Frohes neues Jahr heißt auf Chinesisch Xinnian kuaile. Dabei bezeichnet „xin nian“ Neujahr und „kuai le“ fröhlich oder glücklich. Da beide Wortpaare in diesem Kontext eine Einheit bilden, lassen sie sich in der phonetischen Umschrift auch zusammenschreiben, also „xinnian“ und „kuaile“. Doch bevor Sie diese Worte als Sprachnachricht an chinesische Freunde verschicken – aufgepasst: Wie in kaum einer anderen Sprache macht der Ton die Musik im Chinesischen.

„Xinnian kuaile“ ist nicht gleich „Xinnian kuaile“

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Das Hochchinesisch, auch Mandarin genannt, verfügt über vier Töne, mit denen Wörter ausgesprochen werden. Je nach Ton kann sich die Bedeutung eines Wortes drastisch verändern. So könnte „xin nian“ jeweils im vierten Ton ausgesprochen als „Glaube“ missverstanden werden. Richtig ist in diesem Fall jedoch: „xīn“ (erster Ton, neutral), „nián“ (zweiter Ton, die Stimme geht nach oben, wie bei einer Frage), „kuài“ (vierter Ton, abfallend, wie bei einem Befehl) und „lè“ (wieder vierter Ton). Der dritte Ton, der hier nicht vorkommt, ist erst abfallend und dann steigend. Er lässt sich am besten aussprechen, wenn man das Kinn erst senkt und dann wieder leicht hebt.

Um die vier Töne zu markieren, werden in der Lautschrift Akzente über Vokalen benutzt. In der Praxis wird darauf jedoch häufig verzichtet. Sofern keine Schriftzeichen verwendet werden, ergibt sich der Sinn des Geschriebenen somit allein aus dem Kontext. In unserem Beispiel würde man also korrekterweise „Xīnnián kuàilè!“ schreiben – aber vor allem sagen – müssen, um chinesischsprechenden Freunden ein frohes neues Jahr zu wünschen und um ihnen nicht unwissenderweise zu ihrem Glauben zu gratulieren.

Was sagen sich Chinesen noch zum Jahreswechsel?

Neben „Xinnian kuaile“ gibt es noch eine Vielzahl weiterer Ausdrucksformen, um sich eine frohes neues Jahr auf Chinesisch zu wünschen. Da das chinesische Neujahrsfest auch Frühlingsfest genannt wird, bietet sich „Chunjie kuaile“ (chūn jié kuài lè) an, was übersetzt „Frohes Frühlingsfest“ heißt. Etwas zeremonieller könnte man auch „Zhu (zhù) ni (nǐ) chunjie kuaile!“ oder „Zhu ni xinnian kuaile!“ sagen, also „Ich wünsche dir ein frohes Frühlingsfest/Neujahr!“ Kürzer lässt sich guten Freunden oder engen Familienmitgliedern auch einfach mit „xinnian hao“ (Xīnnián hǎo) ein „gutes Neujahr“ wünschen.

Eine häufig verwendete Grußformel ist auch „Gongxi facai!“ (gōng xǐ fā cái), womit man der Adressatin oder dem Adressaten eine Vergrößerung des Reichtums wünscht. Vor allem im geschäftlichen Leben ist dieser Gruß logischerweise geläufig.

Chinesisch ist nicht gleich Chinesisch

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Noch ein Tipp: Bevor Sie sich daran machen, Ihren Freunden „Xinnian kuaile“ zu wünschen, informieren Sie sich, ob diese Mandarin oder Kantonesisch sprechen. In letzterem Fall können Sie diese Sprachexkursion nämlich getrost wieder vergessen.

Das vor allem in Südchina und Hongkong gesprochene, aber auch in vielen Diasporagemeinschaften verbreitete Kantonesisch nutzt zwar dieselben Schriftzeichen, unterscheidet sich vom Hochchinesisch aber sowohl in Aussprache als auch Lautschrift. So wird „Xinnian kuaile“ auf Kantonesisch „sen nin feye lor“ ausgesprochen, „Gongxi facai“ wird zu „kung hei fat choy“.

Das Kantonesisch verfügt übrigens über ganze sechs Töne, die wir Ihnen an dieser Stelle ersparen. Am besten kopieren Sie sich einfach die Schriftzeichen: 新年快乐! Na dann, Prosit Neujahr!

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