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Chinas Atomaufsicht bestätigt Schäden an Brennstäben in Atomreaktor

Der damalige britische Schatzkanzler George Osborne (l) spricht mit dem General Manager des Taishan Nuclear Power Joint Venture Co. Ltd., Guo Liming, bei seiner Besichtigung des Kernkraftwerks in Taishan. Nach Berichten über ein Leck in dem chinesischen Atomkraftwerk sind die Betreiber Spekulationen über Umweltschäden entgegengetreten.

Der damalige britische Schatzkanzler George Osborne (l) spricht mit dem General Manager des Taishan Nuclear Power Joint Venture Co. Ltd., Guo Liming, bei seiner Besichtigung des Kernkraftwerks in Taishan. Nach Berichten über ein Leck in dem chinesischen Atomkraftwerk sind die Betreiber Spekulationen über Umweltschäden entgegengetreten.

Peking. Chinas Atomaufsicht hat ein Leck im südchinesischen Atomkraftwerk Taishan bestritten, aber Probleme mit Brennstäben eingeräumt. Die Behörde für nukleare Sicherheit teilte am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Weibo mit, es seien schätzungsweise fünf der 60.000 Brennstäbe beschädigt. Dadurch gebe es in Reaktor 1 einen erhöhten Wert an Radioaktivität, der aber innerhalb erlaubter Grenzen liege. „Die Betriebssicherheit des Atomkraftwerkes ist garantiert“, hieß es.

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Es habe nichts mit einem Leck zu tun, da alles innerhalb der Schutzhülle des Reaktors geschehe. Messungen außerhalb des Atomkraftwerks hätten gezeigt, dass alle Werte normal seien. Einen Bericht des US-Nachrichtensenders CNN, demzufolge die Atomaufsicht eine Erhöhung des Grenzwerts erlaubt haben soll, nannte ein Verantwortlicher „nicht wahr“.

Schäden an Brennstäben seien nichts Ungewöhnliches

Das Atomkraftwerk liegt südlich von Hongkong an der Küste der Provinz Guangdong, rund 40 Kilometer südlich der Millionenstadt Taishan. Die beiden mit französischer Hilfe und im neuen Design gebauten Druckwasserreaktoren wurden 2018 und 2019 in Betrieb genommen. Beteiligt ist das französische Atomunternehmen Framatome.

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Es sei nicht ungewöhnlich, dass neue Brennstäbe in einem Atomreaktor Schäden erlitten, sagte Najmedin Meshkati, Professor für nukleare Sicherheit an der amerikanischen University of Southern California, der „New York Times“. Seltener sei aber, dass sich radioaktive Gase im Wasser um die Brennstäbe bis zu dem Punkt ansammelten, dass überprüft werden müsse, welche Menge sicher sei. Eine ernsthafte Bedrohung liege aber wahrscheinlich nicht vor.

Reaktoren sind bisher sicher und somit keine „radiologische Bedrohung“

Die Framatome-Mutter EDF hatte mitgeteilt, man sei über eine erhöhte Edelgaskonzentration im Primärkreis in einem der Reaktoren informiert worden. Dass es dort überhaupt Edelgase gebe, sei bekannt und vorgesehen. Die Erhöhung deute auf eine mögliche Verschlechterung der Brennstoffhüllen hin. Die Menge liege unterhalb der Grenzwerte. Auch Framatome hatte mitgeteilt, der Reaktor funktioniere derzeit entsprechend der geltenden Sicherheitsparameter.

Zuvor hatte CNN berichtet, dass die US-Regierung einem Hinweis von Framatome über ein mögliches Leck und eine „bevorstehende radiologische Bedrohung“ nachgegangen sei. Die Regierung gehe aber davon aus, dass ein „Krisenpunkt“ noch nicht erreicht sei.

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RND/dpa

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