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Bienenfutter aus dem Automaten: Rettungsprojekt wird immer beliebter

  • Samenmischungen für 20 oder 50 Cent aus umgebauten Kaugummi-Automaten.
  • Was vor gut einem halben Jahr in Dortmund zur Bienenrettung begann, scheint bundesweit Anklang zu finden.
  • 20 Kästen gibt es mittlerweile in ganz Deutschland und die Nachfrage ist groß.
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Dortmund. Umgebaute Kaugummi-Automaten mit einem Cent-Betrag füttern und so einen kleinen Beitrag gegen das Bienensterben leisten: Für ein Projekt, das in Dortmund vor gut einem halben Jahr mit einem einzelnen Automaten startete, haben sich inzwischen bundesweit Mitstreiter an 20 Standorten gefunden. Die umfunktionierten Kisten geben Samenmischungen aus, die Wild- und Honigbienen in Zeiten von Flächenversiegelung, Pestizideinsatz und Monokulturen auf vielen Grünflächen das Überleben erleichtern sollen, wie Initiator Sebastian Everding sagte.

Für 20 Cent gibt’s eine Samenmischung

Wer 20 Cent einwirft, kann eine Kapsel mit einer regionalen einjährigen Samenmischung ziehen. Für 50 Cent spuckt die Kiste eine mehrjährige Blumen-Mischung aus. Ab September soll es zudem auch Frühlingskrokus-Knollen geben, über die sich später vor allem Hummeln freuen, die im Frühling sonst nur sehr wenig Nahrung finden, wie es beim Partner – dem Bildungsprojekt „Bienenretter“ aus Frankfurt am Main – heißt.

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20 Boxen sind mittlerweile eingerichtet

Neben jeder Bienenkiste hänge eine weitere Box, in die man die leeren Kapseln werfen könne. Sie würden später neu gefüllt. Der Dortmunder hat mittlerweile eine eigene kleine Automaten-Manufaktur eingerichtet. Everding selbst verdient nicht an seiner Idee. Die 20 Betreiber der Boxen bestellen die Mischungen beim Projektpartner „Bienenretter“ online und können mit den eingeworfenen Cent-Beträgen nachordern. Die „Bienenretter“ fördern mit dem Erlös Öko- und Bildungsprojekte.

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Große Nachfrage - bis nach Europa

Schulen, Imker, Firmen oder Vereine fragten nach den Automaten, schilderte Handwerksmeister Everding. Die gelben Kisten hängen etwa im ostwestfälischen Kalletal, in einer Grundschule in Holzwickede (Kreis Unna), in einem Familienzentrum in saarländischen St. Wendel, in Fellbach nahe Stuttgart, in Hamburg oder im niedersächsischen Bassum. Weitere Standorte sollen dem Initiator zufolge auch in Bremen, Karlsruhe, Mainz und Aachen folgen. Es gebe auch Anfragen aus dem europäischen Ausland. Zuvor hatte Everding mit seinen „Witzen to go“-Zetteln mit Gags für 20 Cent aus einer Ex-Kaugummi-Box für Schlagzeilen gesorgt.

RND/dpa

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