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Bericht: Waschbären bedrohen die Artenvielfalt in Deutschland

Ursprünglich stammt der Waschbär aus Nordamerika. Aber seit Jahrzehnten schon ist er auch hierzulande heimisch. Artenschützer beäugen den Räuber – und andere invasiven Arten – kritisch.

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Berlin. Der Waschbär bedroht einem Bericht zufolge einheimische Tierarten. Die Waschbären stellten „eine erhebliche Gefährdung für die in Deutschland vom Aussterben bedrohte Europäische Sumpfschildkröte und lokal auch für stark gefährdete Amphibienarten, wie zum Beispiel die Gelbbauchunke, dar“, zitierte die „Passauer Neue Presse“ (Freitag) aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Karlheinz Busen. Angaben über die wirtschaftlichen Schäden habe die Regierung unter Verweis auf Zuständigkeit der Länder nicht gemacht.

Der FDP-Politiker kritisierte das. „Ich erwarte von einer Umweltministerin, dass sie über die Gefahren für die heimische Artenvielfalt informiert“, sagte er der Zeitung. Busen wollte von der Regierung Auskunft über sogenannte invasive, also nicht-heimische, Tierarten erhalten. Dazu zählen neben dem Waschbär laut Bericht etwa Nilgänse, Goldschakale, Nutrias und Bisams.

Nilgans verdrängt andere Vögel

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In Sachsen-Anhalt verdränge die Nilgans andere dort lebende Vögel, teilt der Landesjagdverbands Sachsen-Anhalt mit. Vogelkundler beobachten demnach zufolge verstärkt, dass sich die ursprünglich aus Afrika stammende Nilgans aggressiv verhält. Sie verteidige ihre Nester und gehe mit anderen Vögeln – wie etwa Störchen und Greifvögeln – nicht zimperlich um.

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Von RND/dpa