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Beinahe neuer Temperaturrekord: April 2020 war 0,7 Grad wärmer als Durchschnittswert

  • Im April sind die Temperaturen wieder einmal auf dem Thermometer nach oben geklettert.
  • Um 0,7 Grad Celsius ist der Monat wärmer gewesen als der Durchschnittswert des Referenzzeitraums zwischen 1981 und 2010.
  • Damit war der April 2020 seit 1881 der siebtwärmste in Deutschland.
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Berlin . Der vergangene Monat hat weltweit gesehen den bisherigen Temperaturrekord für April seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979 eingestellt. Das meldete der europäische Klimawandeldienst Copernicus (Copernicus Climate Change Service, C3S) am Dienstag.

Temperaturen in West-Europa über dem Durchschnitt

So sei der Monat um 0,7 Grad Celsius wärmer gewesen als der Durchschnittswert für April im Referenzzeitraum zwischen 1981 und 2010. Lediglich der April 2016 sei um 0,01 Grad wärmer gewesen als der vergangene Monat. Seit der Jahrtausendwende hat der Aprilwert bereits zwölf Mal über dem Durchschnitt gelegen.

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Besonders hohe Temperaturen innerhalb Europas lagen in der Schweiz und in Frankreich vor. Laut MeteoSwiss lag die April-Temperatur 3 Grad Celsius über dem Durchschnitt des Referenzzeitraums. Im Vergleich zum Mittel des Zeitraums von 1871-1900 sogar um beinahe 5 Grad Celsius höher. Für Frankreich wies Météo-France den April 2020 als drittwärmsten seit Beginn der französischen Aufzeichnungen 1900 aus.

Vor allem über Nord- und Zentraleurasien sowie in Teilen Grönlands und der Antarktis sei es überdurchschnittlich warm gewesen, heißt es in einer Copernicus-Mitteilung. Eher kalt war es demnach über weiten Teilen Nordamerikas. In Europa lagen die Temperaturen vor allem in westlichen Ländern über dem Durchschnitt.

Siebtwärmster April seit 1881

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht nach ersten Analysen von Ende des Monats davon aus, dass der April 2020 der siebtwärmste in Deutschland seit 1881 war. Mit 10,5 Grad lag der Temperaturdurchschnitt demnach um 3,1 Grad über dem Wert der internationalen Referenzperiode von 1961-1990.

Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich zum Großteil auf Satellitendaten, aber auch auf Messungen von Wetterstationen, Flugzeugen und Schiffen stützt.

RND/dpa

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