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  • Auto abmelden: Aktuelle Kosten, Unterlagen, Ablauf - das ist wichtig bei der Kfz-Abmeldung

Auto abmelden – was muss ich beachten?

  • Verkaufen, verschrotten oder einfach vorübergehend nicht mehr nutzen: Es kann viele Gründe geben, ein Auto abzumelden.
  • Doch was müssen Sie bei der Stilllegung des Fahrzeugs eigentlich beachten, welche Dokumente sind nötig und wo können Sie die Abmeldung durchführen?
  • Alle Antworten zur Kfz-Abmeldung hier.
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Hannover. Wer sein aktuelles Fahrzeug nicht mehr nutzen und dementsprechend auch keine Steuern und Versicherungsbeiträge mehr zahlen will, muss das Kfz abmelden. Wo man das Fahrzeug abmeldet, welche Dokumente benötigt werden und was sonst noch beachtet werden muss, erfahren Sie hier.

Wo kann ich mein Auto abmelden?

Anders als noch vor einigen Jahren lassen sich Autos an jeder Zulassungsstelle in Deutschland abmelden. Im Gegensatz zum Um- und Anmelden spielt es keine Rolle, welche Zulassungsstelle Sie aufsuchen. Allerdings sind die Kosten für die Kfz-Abmeldung höher, wenn Sie ein Fahrzeug abmelden, das in einem anderen Zulassungsbezirk angemeldet wurde.

Zusätzlich können Autos auch online abgemeldet werden. In Deutschland ist das seit dem 1. Januar 2015 möglich. Dafür müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Auto muss nach dem 1. Januar 2015 zugelassen worden sein. Nur dann wurden die nötigen Sicherheitscodes in den Dokumenten vermerkt. Im Fahrzeugschein erkennen Sie diesen an einer siebenstelligen Nummer. Den Sicherheitscode finden Sie zusätzlich noch auf der Rückseite der Stempelplakette auf Ihrem Nummernschild.
  • Um die Abmeldung vorzunehmen, benötigen Sie außerdem einen Personalausweis mit Onlinefunktion und eine Kreditkarte oder Giropay zum Zahlen der Abmeldungsgebühren.
  • Eine Onlineabmeldung ist lediglich möglich, wenn das Auto verkauft oder vorübergehend nicht mehr gefahren wird. Soll das Kfz verschrottet werden, muss das Auto zwingend bei der Zulassungsstelle abgemeldet werden.

Unterlagen für die Kfz-Abmeldung

Für die Abmeldung Ihres Autos benötigen Sie einige Dokumente, die der Zulassungsstelle vorgelegt werden müssen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein)
  • Nummernschilder Ihres Fahrzeugs
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief)
  • Wenn Sie das Auto verschrotten möchten, benötigt die Zulassungsbehörde außerdem einen formlosen Verwertungsnachweis. Den bekommen Sie beim Schrotthändler, an den Sie das Auto übergeben.

Zudem sollten Sie etwas Bargeld, in der Regel 10 Euro, bei sich tragen.

Auto abmelden: Was mache ich, wenn mir Dokumente fehlen?

Sollten für die Abmeldung Dokumente fehlen, kann keine Kfz-Abmeldung erfolgen. Sollte der Fahrzeugschein fehlen, ist schon das Fahren mit dem Auto nicht mehr erlaubt. Der Schein wird benötigt, um das Auto zu identifizieren. Die Zulassungsbescheinigung Teil I wird dem Halter des Fahrzeugs bei An- oder Ummeldung von der Zulassungsbehörde ausgehändigt.

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Ähnliches gilt auch für den Fahrzeugbrief. Um das Auto abzumelden, müssen die nötigen Unterlagen zunächst bei der Zulassungsstelle neu beantragt werden. Anschließend kann das Auto abgemeldet werden.

Müssen Sie die Versicherung über die Abmeldung des Autos informieren?

Ihr Auto ist nun abgemeldet. Doch müssen Sie jetzt noch jemanden informieren?

Sie können, müssen aber nicht. Ihre Versicherung und der Zoll werden von der Zulassungsstelle über die Stilllegung des Autos automatisch informiert. Sie müssen keine weiteren Schritte vornehmen. Weitere Beträge für Versicherung und Kfz-Steuer entfallen mit der Abmeldung. Bereits gezahlte Beiträge werden anteilig zurücküberwiesen.

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Was passiert bei der Zulassungsbehörde?

Bei einem Termin bei der Zulassungsbehörde wird der zuständige Sachbearbeiter zunächst Ihre Daten aufnehmen. Anschließend werden die TÜV-Plakette der Haupt- und der Abgasuntersuchung und das Siegel des Landkreises auf Ihren Nummernschildern entfernt und zerstört. Die Kennzeichen können Sie anschließend behalten. Die Außerbetriebsetzung wird zusätzlich im Fahrzeugschein vermerkt. Auch diesen können Sie wieder mit nach Hause nehmen.

Sollten Sie das Auto verkaufen, händigen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I dem Käufer aus. Nur mit diesen Dokumenten gelingt die Wiederanmeldung des Fahrzeugs. Am Ende wird ein Betrag für das Abmelden fällig.

Was kostet die Kfz-Abmeldung?

Die Kosten für eine Abmeldung sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich. In der Regel wird ein Betrag von knapp 10 Euro für das Abmelden des Autos erhoben. Die genauen Kosten erfahren Sie bei Ihrer Zulassungsbehörde. Die meisten Kommunen teilen solche Preise auch im Internet mit.

Wer kann das Auto abmelden?

Grundsätzlich kann jeder das Auto abmelden. Wichtig ist, dass alle Unterlagen wie Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief sowie die Nummernschilder vorhanden sind. Eine Vollmacht des Fahrzeughalters, wie beim An- oder Ummelden eines Fahrzeugs, ist nicht nötig. Somit können Sie, falls Sie den Weg zur Zulassungsstelle nicht antreten können, auch Freunde oder Familienmtiglieder mit der Abmeldung des Autos beauftragen.

Wie lange kann ein Auto abgemeldet bleiben?

Die Außerbetriebsetzung eines Fahrzeugs ist in der Regel nicht endgültig. Normalerweise wird es schnell wieder angemeldet. Allerdings kann ein Auto maximal sieben Jahre lang abgemeldet sein, ohne erneut geprüft zu werden.

Erst nach sieben Jahren erlischt die allgemeine Betriebserlaubnis. Um das Fahrzeug dann wieder anzumelden, muss der Halter des Fahrzeugs das Auto für eine Vollabnahme beim TÜV vorführen. Erst bei erfolgreichem Termin beim TÜV kann das Auto wieder angemeldet und auf deutschen Straßen bewegt werden.

Das Auto abgemeldet oder angemeldet verkaufen?

Wenn das Auto verkauft wird, stellen sich Halter häufig die Frage, ob es besser ist, das Auto abzumelden, bevor es dem neuen Besitzer übergeben wird. Das hat einige Vorteile, aber auch Nachteile. Solange das Auto auf eine Person als Halter zugelassen ist, haftet diese auch für mögliche Unfälle. Um dies zu vermeiden, sollte das Kfz lieber abgemeldet verkauft werden.

Problematisch könnte es werden, wenn der Interessent eine Probefahrt machen möchte. Wenn das Fahrzeug abgemeldet wurde, ist eine Probefahrt auf öffentlichem Grund gesetzlich verboten. Das könnte mögliche Interessenten abschrecken.

Im Idealfall bringt der Interessent ein Kurzzeitkennzeichen mit. Damit kann das Auto dann auch auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Die Kosten für ein Kurzzeitkennzeichen sind überschaubar und belaufen sich je nach Anbieter auf 50 bis 100 Euro.

RND/do

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