Stetige Veränderung: Asteroiden sorgen für 130.000 Felsstürze auf dem Mond

  • Die Landschaft auf dem Mond verändert sich stetig.
  • Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass sich seit 2010 mehr als 130.000 Felsstürze auf dem Erdtrabanten zugetragen haben.
  • Grund dafür sind jedoch keine Beben.
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Der Mond erscheint von der Erde aus betrachtet eher ein stiller Himmelskörper zu sein, auf dem sich nur wenig verändert und der einsam seine Kreise um unseren Planeten zieht. Er mag auf manche Menschen eine beruhigende Wirkung haben, doch auf dem Mond herrscht alles andere als Stillstand. Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Communications berichten, habe es seit 2010 insgesamt 136.610 Felsstürze auf dem Mond gegeben. Dies sei jedoch nicht auf Beben zurückzuführen, sondern überwiegend auf den Einschlag von Asteroiden. Diese sorgen dafür, dass sich die mehrere Milliarden alte Mondlandschaft stetig verändert.

Karte stellt Oberfläche des Mondes dar

“Die allermeisten abgestürzten Felsbrocken auf dem Mond haben einen Durchmesser zwischen sieben und zehn Metern”, erklärte Valentin Bickel vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, der Erstautor der Studie. Grundlage dieser Ergebnisse ist der “Lunar Reconnaissance Orbiter” der NASA, der seit 2010 die gesamte Oberfläche des Mondes in räumlicher Auflösung darstellt. Damit ist auch klar, dass sich die Oberflächen-Struktur des Erdtrabanten im stetigen Wandel befindet. „Asteroideneinschläge beeinflussen und verändern die Geologie einer Region offenbar über sehr, sehr lange Zeiträume hinweg“, so Bickel.

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Der Mond in Zahlen
1:47 min
Wie viele Kilometer misst der Mond im Durchmesser? Wie viele Astronauten haben ihn bisher betreten? Wie kalt ist es auf dem Mond? Wir beantworten alle Fragen.  © RND
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Zudem deuten die Ergebnisse daraufhin, dass auch auf Körpern ohne Atmosphäre wie dem Merkur oder dem Asteroiden Vesta stetige Veränderungen herrschen könnten. Die Ergebnisse sind zudem wertvoll, um robotische oder eventuell sogar bemannte Missionen zum Mond besser planen und vorbereiten zu können. Die NASA will im Jahr 2024 im Rahmen des Programms Artemis auf den Mond zurückkehren.

RND/jj







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