Artensterben: Immer weniger Zügelpinguine in der Antarktis

  • In vielen Teilen der Antarktis gibt es immer weniger Zügelpinguine - die Tiere werden etwa 70 Zentimeter groß.
  • Wissenschaftler warnen, dass manche Kolonien um 77 Prozent geschrumpft sind.
  • Diese Pinguine ernähren sich von Krill, der wegen des Klimawandels nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht.
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New York. Die Zahl der Zügelpinguine ist nach Angaben von Wissenschaftlern und der Umweltorganisation Greenpeace in vielen Teilen der Antarktis in den vergangenen 50 Jahren stark gesunken. Einige Kolonien seien sogar um 77 Prozent geschrumpft, teilte Greenpeace am Dienstag mit.

Zügelpinguine: Rückgang um 60 Prozent

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Auf einer Antarktis-Insel südöstlich von Argentinien, die ein besonders wichtiger Lebensraum für die Tiere ist, sei jede untersuchte Kolonie kleiner geworden. Forscher mehrerer US-Universitäten hatten auf Elephant Island Brutpaare von Zügelpinguinen unter anderem mit Drohnen gezählt. Dabei kamen sie auf 52.786 Paare - bei einer Zählung 1971 waren es noch 122.550 gewesen. Ein Rückgang um rund 60 Prozent.

Die Elefanteninsel ist die Heimat einer der größten Zügelpinguin-Populationen der Welt. © Quelle: Christian Åslund/Greenpeace UK/


Klimawandel könnte Schuld an Artensterben sein

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Steven Forrest, Wissenschaftler an der Stony Brook-Universität im US-Bundesstaat New York, sprach von einem "sehr dramatischen Rückgang". Es gebe dafür wahrscheinlich mehrere Erklärungen. Unter anderem könnte der Klimawandel schuld sein, der dazu führe, dass nicht mehr ausreichend Krill als Nahrung für die Pinguine zur Verfügung stehe. Zügelpinguine (Pygoscelis antarcticus) werden um die 70 Zentimeter groß.

RND/dpa