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Amazonas-Rodung: Brasilien verzeichnet schlimmste Entwaldung seit Jahren

  • Das Institut für Weltraumforschung meldet, dass der Amazonas-Regenwald so schnell abgeholzt wird, wie in den vergangenen 10 Jahren nicht mehr.
  • Der Grund für die Brandrodung sind vor allem die Gewinnung von Bodenschätzen und Soja-Anbauflächen.
  • Die Naturschutzorganisation WWF kritisiert das Entwalden und fordert Brasiliens Regierung zum Handeln auf.
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Rio de Janeiro. Der brasilianische Amazonas-Regenwald wird so schnell abgeholzt wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Das Nationale Institut für Weltraumforschung teilte am Montag mit, zwischen August 2018 und Juli 2019 seien 9762 Quadratkilometer Wald gerodet worden. Das seien 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viel wie nie seit 2008.

Seit der Wahl des rechten Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens vor gut einem Jahr sind die Sorgen um den Bestand des Amazonas-Regenwaldes gestiegen, weil sich der Politiker für eine Lockerung von Vorschriften zum Schutz von Naturschätzen und Gebieten von Ureinwohnern ausgesprochen hat, um die Wirtschaft voranzubringen. Im Sommer wurden im Amazonas-Gebiet die schwersten Brände seit 2010 verzeichnet. Sie ließen im September aber nach.

WWF fordert: Regierung muss eingreifen

40 Prozent der Entwaldung in den zwölf Monaten bis Juli fand im brasilianischen Bundesstaat Para statt. In den Bundesstaaten Roraima und Amazonas nahm illegale Rodung stark zu, wie Beamte berichteten. Der Bericht ist vorläufig und die Daten werden nächstes Jahr bestätigt.

"Es ist inakzeptabel, dass der Amazonas noch immer zerstört wird", kommentierte die Naturschutzorganisation WWF. Die Entwaldung werde zunehmen, wenn die brasilianische Regierung nicht hart eingreife, um dies zu verhindern.

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Amazonas wird für Landgewinnung angezündet

Umweltminister Ricardo Salles wird am Donnerstag die Gouverneure der Amazonas-Region treffen, um über Maßnahmen zur Eindämmung der Abholzung zu sprechen. Laut Salles sind die illegale Gewinnung von Bodenschätzen, Holzfällen und Landnahme die Hauptgründe für Entwaldung.

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Bauern und andere zünden häufig Regenwald an, um ihn zu vernichten und den Boden für Soja-Anbau und Weiden zu nutzen. Manche europäischen Spitzenpolitiker haben eine globale Antwort auf die Brände im Regenwald gefordert, weil der Urwald Kohlenstoff speichert, der andernfalls als Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt und dem Klima schadet.

RND/AP

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