• Startseite
  • Wissen
  • „Al-Amal“: Arabische Raumsonde erreicht den Mars, Start im Juli 2020

Sie trägt den Namen Hoffnung: Erste arabische Raumsonde erreicht den Mars

  • „Al-Amal“ bedeutet Hoffnung auf Arabisch, und in den Vereinigten Arabischen Emiraten herrscht Jubel.
  • Denn die gleichnamige Sonde hat die Umlaufbahn des Mars erreicht. „Al-Amal“ ist die erste Raumsonde eines arabischen Landes, die Klimadaten des Roten Planeten sammeln soll.
  • Sie war im Juli 2020 von Japan aus gestartet.
0:45 min
Im Juli 2020 startete die Rakete, jetzt hat die Sonde den Mars erreicht. Dort soll sie in der Umlaufbahn kreisen, die Atmosphäre untersuchen und jahreszeitliche Veränderungen aufzeichnen.  © Reuters
Anzeige
Anzeige

Abu Dhabi. Die Raumsonde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist ohne größere Zwischenfälle in die Umlaufbahn des Mars eingeschwenkt. „Mission erfüllt“, schrieb Ministerpräsident Mohammed bin Raschid al-Maktum am Dienstagabend auf Twitter. Die erste Raumsonde eines arabischen Landes, die Klimadaten des Roten Planeten sammeln soll, war im Juli von Japan aus gestartet. Der Kronprinz von Abu Dhabi und damit der faktische Herrscher der VAE, Scheich Mohammed bin Sajid al-Nahjan, schrieb kürzlich in einem Tweet von einer „historischen emiratischen Mission“.

„Al-Amal“ soll Mars-Klima aufzeichnen

Die Mission „Al-Amal“ soll helfen, das erste vollständige Bild des Mars-Klimas über ein komplettes Jahr auf dem Planeten zu erfassen. Die 1350 Kilogramm schwere Raumsonde soll dazu unter anderem die Atmosphäre sowie Wetterveränderungen und den Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Auf ihrer siebenmonatigen Reise legte sie 450 Millionen Kilometer zurück und flog mit etwa 121.000 Stundenkilometern durchs All.

Anzeige

„Al-Amal“ ist die erste von drei Weltraum-Missionen, die in diesem Monat den Mars erreichen sollen. Auch China und die US-Raumfahrtbehörde Nasa haben Sonden auf den Weg gebracht.

Die Emirate treiben ihr Raumfahrt-Programm kräftig voran. Geplant ist auch eine Mond-Mission für das Jahr 2024, bei der ein unbemanntes Raumfahrzeug zum Erdtrabanten starten und dort in einer bisher unerforschten Gegend landen soll. Der schwerreiche Golfstaat hofft dabei neben wissenschaftlichen Erkenntnissen und positiven Effekten für die Wirtschaft auch auf Imagepflege. Die Menschenrechtslage in dem Land steht immer wieder im Fokus internationaler Kritik.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen