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1. Mai: Bedeutung und Herkunft vom „Tag der Arbeit“ und „Tanz in den Mai“ – was wird gefeiert?

  • Am 1. Mai ist „Tag der Arbeit“ in Deutschland.
  • Welche Bedeutung hat der Feiertag und wo liegt sein Ursprung?
  • Fest steht: In diesem Jahr steht der 1. Mai im Schatten der Corona-Krise.
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Der 1. Mai hat viele Facetten. Als „Tag der Arbeit” ist es in erster Linie ein Feiertag, an dem an die Rechte der Arbeiter erinnert wird. Auf der einen Seite finden Protestveranstaltungen und Demonstrationen statt, bei denen es teilweise zu Unruhen und Randalen kommt.

Auf der anderen Seite werden Partys zum „Tanz in den Mai” veranstaltet, Maibäume aufgestellt, Maifeuer entfacht und vielerorts ein Maikönig gewählt. „Tanz in den Mai”, „Walpurgisnacht”, „Tag der Arbeit” – was wird denn nun eigentlich am 1. Mai gefeiert?

So viel steht jetzt schon fest: in diesem Jahr nicht viel. Wie auch im vergangenen Jahr wurden für 2021 wurden sämtliche Veranstaltungen zum 1. Mai wegen der Corona-Krise abgesagt.

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1. Mai 2021: „Tag der Arbeit” in der Corona-Krise

So steht der 1. Mai 2021 ganz im Schatten der Corona-Pandemie. Weltweit leidet die Wirtschaft unter den Corona-Maßnahmen gegen eine schnelle Ausbreitung des Virus. Statt Trillerpfeifen, Protestschildern und roter Fahnen veranstaltet der deutsche Gewerkschaftsbund lediglich einen Livestream am 1. Mai 2021 zum „Tag der Arbeit”.

Warum ist der 1. Mai ein Feiertag und woher kommt der „Tag der Arbeit”?

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Als Feiertag der Arbeiterbewegung gilt der 1. Mai nicht nur in Deutschland als gesetzlicher Feiertag. Seinen Ursprung hat der Tag der Arbeit in den USA. Am 1. Mai 1886 kam es zu großen Protesten, als nordamerikanische Arbeiter mit Demonstrationen den Acht-Stunden-Tag durchsetzten. Drei Jahre später wurde der erste Mai als “Kampftag der Arbeiterbewegung” ausgerufen, 1890 fanden erstmals in anderen Ländern am 1. Mai Massenproteste und Demos statt.

In Deutschland beschloss man nach dem Ersten Weltkrieg, zur Zeit der Weimarer Republik im Jahre 1919, den 1. Mai als „Tag der Arbeit” offiziell als einen Feiertag festzulegen. Da jedoch Uneinigkeit darin bestand, wie der Feiertag begangen werden soll, wurde er in vielen Regionen Deutschlands im Jahr 1933 wieder abgeschafft.

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In Nazideutschland wurde der Tag unter dem Namen „Tag der nationalen Arbeit” erneut eingeführt. Hitler ließ nur einen Tag später alle Arbeitsorganisationen und Gewerkschaften verbieten. Ein Jahr später hieß der Tag „Nationaler Feiertag des deutschen Volkes” und hatte nichts mehr mit der ursprünglichen Idee zu tun. Letzten Endes diente er nur als weiteres Propagandainstrument für die NSDAP.

Nach dem zweiten Weltkrieg erhielt der 1. Mai wieder seinen ursprünglichen Sinn. Der Kontrollrat der alliierten Siegermächte bestätigte den „Tag der Arbeit” am 1. Mai 1946. Seit Kriegsende wird er vom Deutschen Gewerkschaftsbund ausgeführt.

Die Geschichte des 1. Mai im Schnellcheck:

  • Seinen Ursprung hat der „Tag der Arbeit” am 1. Mai 1886 in den USA.
  • Seit 1946 ist der „Tag der Arbeit” in Deutschland kontinuierlich ein gesetzlicher Feiertag und gilt in jedem deutschen Bundesland.
  • Jährlich finden am „Tag der Arbeit“ Veranstaltungen und Demonstrationen zu Ehren der Arbeiter statt.

„Tanz in den Mai“ und „Walpurgisnacht“ – Was macht man am 1. Mai?

Was haben Proteste und Demonstrationen für die Rechte der Arbeiter mit dem „Tanz in den Mai” zu tun? Richtig, nichts. Tatsächlich liegen dem „Tanz in den Mai” viel ältere Bräuche zugrunde, als die der Arbeiterbewegung von 1886. So stand der 1. Mai bereits lange vorher für einen Tag der traditionellen Frühlingsfeiern. Das Aufstellen, bzw. Setzen eines Maibaums etwa hat eine symbolische Bedeutung und steht für Leben und Kraft.

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Weitere Traditionen sind, je nach Region, unter anderem der Maibaumklau, bei dem versucht wird, den Maibaum des Nachbardorfs zu stehlen oder auch die Krönung eines jährlichen Maikönigs. Es ist umstritten wann und wo diese Traditionen ihren Ursprung haben. Heute werden sie hauptsächlich im deutschsprachigen Raum, sowie in Tschechien, der Slowakei und Slowenien gefeiert. Diese Tatsache legt nahe, dass die Traditionen rund um den 1. Mai aus dem germanischen Raum stammen.

Beim „Tanz in den Mai” wird in Form von Partys, Konzerten und sonstigen Veranstaltungen vom 30. April in den Mai hinein gefeiert. Doch warum? Der Maitanz geht wahrscheinlich auf die „Walpurgisnacht” zurück. Damals wurden vermutlich die heidnischen Fruchtbarkeitsrituale der Kelten von der christlichen Kirche als Hexensabbat verteufelt. Möglicherweise ist so der Mythos von den Hexen entstanden, die sich auf dem Brocken im Harz trafen.

Haben die Geschäfte am 1. Mai geöffnet?

Da am 1. Mai der Tag der Arbeit in ganz Deutschland offiziell als gesetzlicher Feiertag gilt, sind die Geschäfte in jedem deutschen Bundesland grundsätzlich geschlossen.

RND/tr

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