Zahl der Minijobber sinkt in Corona-Krise auf Rekordtief

  • Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in Deutschland so wenige Minijobber wie seit 2004 nicht.
  • Laut Knappschaft sind vor allem gewerbliche Berufe betroffen.
  • Mehr als 810.000 Minijobs gingen in diesem Bereich im Vergleich zum Vorjahr verloren.
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Essen/Bochum. Die Zahl der Minijobber in gewerblichen Berufen ist in Deutschland als Folge der Corona-Pandemie auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung gesunken. Zum Ende des ersten Quartals 2021 waren bei der Minijob-Zentrale in Essen knapp 5,57 Millionen Minijobber in gewerblichen Berufen gemeldet, wie die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See am Dienstag in Bochum mitteilte. Das waren rund 254.000 weniger als Ende Dezember und fast 811.000 weniger als vor einem Jahr zu Beginn der Pandemie.

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Gewerbe: Geringste Beschäftigtenzahl seit 2004

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„Wir verzeichnen im gewerblichen Bereich jetzt die geringste Beschäftigtenzahl seit Beginn der Zählung 2004“, sagte die Leiterin der Minijob-Zentrale, Peggy Horn. Es sei jedoch nicht damit zu rechnen, dass dieser Zustand lange andauert: „Mit dem erwarteten Aufschwung der Wirtschaft gerade in diesen Wirtschaftsbereichen wird im zweiten Halbjahr auch die Zahl der Minijobber schnell wieder ansteigen und sich auf das Vorkrisenniveau einpendeln.“

Nur wenig betroffen von der Krise zeigten sich dagegen die Jobs in den Haushalten. Trotz Kontaktverboten und Hygieneregeln ging ihre Zahl seit Beginn der Pandemie nur um rund 11.000 Personen auf knapp 284.300 Haushaltshilfen zurück.

RND/epd

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