Weihnachtsurlaub: Am 16. Dezember ist jeder Dritte gedanklich bereits weg

  • Wann verabschieden sich deutsche Angestellte gedanklich in die Weihnachtsfeiertage?
  • Die Antwort liefert nun eine aktuelle Studie vom dänischen Unternehmen Peakon.
  • Ab dem 16. Dezember ist jeder Dritte innerlich bereits im Weihnachtsurlaub – am 19. Dezember sogar jeder Zweite.
David Sander
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Hannover. Deutsche Arbeitnehmer sind fleißig und denken so gut wie immer an die Arbeit. Dieses Klischee mag stimmen – nur ab dem 16. Dezember scheint es zumindest teilweise außer Kraft gesetzt. Denn bereits an dem Tag soll sich jeder Dritte gedanklich schon in den Weihnachtsurlaub verabschiedet haben.

So das Ergebnis einer aktuellen Studie von dem dänischen Unternehmen Peakon. Rund 12.000 Beschäftigte in Deutschland, Großbritannien und den USA wurden nach ihrer Motivation und Produktivität in der Vorweihnachtszeit befragt.

Starker Motivationsabfall im Dezember

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Für 7 Prozent der deutschen Beschäftigten (ca. drei Millionen Arbeitnehmer) beginnen die Weihnachtsfeiertage innerlich bereits am 1. Dezember. Bis zum 16. Dezember steigt die Zahl auf 36 Prozent (ca. 16 Millionen Arbeitnehmer) an – damit ist jeder Dritte gut eine Woche vor Heiligabend schon richtig im Weihnachtsmodus. Am Freitag vor Weihnachten (20. Dezember) schalten dann immer mehr gedanklich ab: Bei satten 69 Prozent (etwa 31 Millionen Angestellte) sinkt die Motivation rapide.

Je weiter der Dezember fortgeschritten ist, umso unmotivierter sind die deutschen Arbeitnehmer. © Quelle: Peakon

Amerikaner und Briten träumen früher

Im internationalen Vergleich bleiben die Deutschen ihrem Ruf als fleißig aber gerecht. Sie sind später mit dem Kopf im Urlaub als die Amerikaner und Briten. In den USA ist die Hälfte der Angestellten bereits ab dem 17. Dezember gedanklich weg. Die Briten sind einen Tag später dran – am 18. Dezember verabschieden sie sich mental in die Feiertage. Die Deutschen knacken die 50 Prozent der urlaubsreifen Arbeitnehmer am 19. Dezember.

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Deutsche Arbeitnehmer driften gedanklich später in den Weihnachtsurlaub als Angestellte in anderen Ländern.

Ältere sind länger motiviert

In Deutschland fällt vor allem der Unterschied zwischen den Altersgruppen auf. Am 19. Dezember sind noch 60 Prozent der älteren Arbeitnehmer (55+ Jahre) motiviert bei der Arbeit – da hat bereits die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen ihre Lust verloren. Jedoch ändert sich die Einstellung der Älteren schnell, schon am nächsten Tag (20. Dezember) sind nur noch 36 Prozent motiviert.

Der Unterschied zwischen den Altersgruppen fällt in Deutschland auf.

„Die Zahlen belegen, dass die Motivation beim Arbeiten besonders in der Weihnachtszeit sinkt, wohl auch weil andere Aktivitäten mehr an Bedeutung gewinnen – wie zum Beispiel Zeit mit der Familie zu verbringen“, sagt Julian Tesche, Leiter der Entwicklung von Peakon in Deutschland, im offiziellen Bericht von Peakon.

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