Wegen Rodungsstopp: „Sicherlich werden die Strompreise steigen“

RWE darf vorerst nicht den Hambacher Wald abholzen. Das wird Folgen für die Verbraucher haben, meint der Chef des Unternehmens. Und sieht gleich noch Deutschlands Ansehen in Gefahr.

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Hannover. Der RWE-Chef erwartet, dass der Rodungsstopp im Hambacher Wald empfindliche Folgen für die Stromkunden haben wird. "Immerhin deckt Hambach zu 15 Prozent den Strombedarf von NRW. Sicherlich werden die Strompreise steigen", sagte Rolf Martin Schmitz im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.).

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte vergangene Woche entschieden, dass RWE das Waldgebiet vorerst nicht abholzen darf, um dort Braunkohle abzubauen. Aus Sicht von Schmitz hat das auch Konsequenzen für das Ansehen Deutschlands im Ausland. Deutschland sei derzeit „ein mehr als schwieriger Investitionsstandort“. Investoren zeigten sich irritiert von der deutschen Energiepolitik und den Gerichten. „Sie verstehen nicht, dass so ein Beschluss ergehen kann.“

Kritik an VW-Chef Herbert Diess

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Der RWE-Chef nimmt auch einen Imageschaden für sein Unternehmen wahr, obwohl er es weiterhin im Recht sieht. Außerdem sieht er weiterhin Bedarf für Braunkohle, selbst wenn sie nicht mehr zur Stromerzeugung genutzt würde: „Es kann uns noch eine Menge einfallen, wofür Braunkohle gut ist“, sagte er der F.A.Z.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz.

Deutliche Kritik übt Schmitz an der Herbert Diess, dem Chef von Volkswagen. Der hatte Verständnis für die Proteste im Hambacher Wald gezeigt und sich gegen den Abbau von Braunkohle ausgesprochen, um die Klimaziele zu erreichen. Das will Schmitz nicht so stehen lassen. Er habe Diess einen Brief geschrieben, um auf die Gewalt hinzuweisen, die die Aktivisten im Hambacher Wald angewandt hätten. „Ich habe ihn auch daran erinnert, dass in den vergangenen zwei Jahren 35 Mitarbeiter und jetzt aktuell eine Reihe von Polizisten von sogenannten Aktivisten verletzt wurden.“

Von pach/RND

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