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Wegen Lockdown in chinesischer Metropole Xi‘an: Bosch lässt Mitarbeiter im Werk übernachten

Nach einigen Dutzend Corona-Infektionen im chinesischen Xi'an sind massive Ausgangssperren für die 13 Millionen Bewohner der Metropole verhängt worden. (Symbolbild)

Hannover/Xi'an. Seit fünf Tagen befindet sich die chinesischen Metropole Xi‘an im Ausnahmezustand. Nachdem die Corona-Zahlen zuletzt leicht angestiegen waren, ordneten die Behörden einen Lockdown mit massiven Ausgangssperren für die Bewohnerinnen und Bewohner der 13-Millionen-Stadt an. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmen verlassen. Jede Familie kann ein Mitglied bestimmen, das alle zwei Tage einkaufen gehen darf. Zudem wurde die Bevölkerung bereits mehrfach komplett auf das Virus getestet. Am Montag wurde 150 neue Infektionen gemeldet.

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Die Einschränkungen machen sich derweil auch bei den deutschen Unternehmen in Xi‘an bemerkbar, wie das „Handelsblatt“ berichtet. So hat etwa das Bosch-Joint Venture UAES Feldbetten für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk aufgestellt, um die Produktion von Fahrzeugkomponenten aufrechtzuerhalten. „Wir haben unsere Meetingräume in Schlafsäle verwandelt“, berichtet Werkleiter Aytekin Bozkan dem „Handelsblatt“. „Die meisten Führungskräfte schlafen im Werk“, so Bozkan.

Auch andere deutsche Unternehmen betroffen

Um mit einer sogenannten „Quarantäneblase“ verbunden zu bleiben, seien die Mitarbeitenden an den Produktionslinien in einem nahe gelegenen Hotel untergebracht worden. Es bestehe zu jederzeit die Möglichkeit nach Hause zu gehen, aber dann dürften sie nicht wieder zurück zur Arbeit.

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Auch andere der rund 20 deutschen Unternehmen in Xi‘an könnten durch ähnliche Maßnahmen weiter produzieren, teilte das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in China (AHK), Jens Hildebrandt, dem „Handelsblatt“ mit. Manche hätten dagegen ihre Produktion komplett einstellen müssen.

China verfolgt Null-Covid-Politik

Die Beschränkungen in Xi‘an gehören zu den härtesten, seit China im Jahr 2020 eine strenge Abriegelung von mehr als elf Millionen Menschen in und um die Stadt Wuhan verhängte, nachdem dort Ende 2019 erstmals das Coronavirus nachgewiesen worden war.

China verfolgt seit Ausbruch der Corona-Pandemie eine Null-Covid-Politik, um das Virus weitgehend in den Griff zu bekommen. Seit mehr als einem Jahr ist es um die Pandemielage in der Volksrepublik deutlich besser bestellt als in vielen anderen Ländern. Das tägliche Leben und die Wirtschaft haben sich längst normalisiert.

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RND/jst/dpa/AP

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