Wegen Hamsterkäufen: Tafeln können weniger Lebensmittel verteilen

  • Das Coronavirus macht es den Tafeln in Deutschland schwer, Lebensmittel zu verteilen.
  • Weil viele Menschen Hamsterkäufe tätigen, können die Supermärkte weniger spenden.
  • Die Tafeln müssen improvisieren.
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Osnabrück, Berlin. Die Hamsterkäufe der vergangenen Tage haben Auswirkungen auf die Versorgung mit Lebensmitteln bei den Tafeln in Deutschland. Der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag): "Mehrere Tafeln haben zum Teil deutlich weniger Lebensmittel erhalten." Er führte das auf die Vorratskäufe zurück, die derzeit viele Menschen angesichts der Corona-Pandemie tätigen. Entsprechend weniger Ware bleibe am Ende, die Supermärkte den Tafeln spenden können.

Laut Brühl mussten die sozialen Einrichtungen daher in den vergangenen Tagen "stark improvisieren und konnten dem und der Einzelnen weniger geben". Der Verbandschef wies darauf hin, dass gerade arme Menschen sich große Vorratskäufe gar nicht leisten könnten und appellierte an die Hamsterkäufer: "Wer merkt, dass er doch zu viele lang haltbare Vorräte gekauft hat, kann sich gerne an die Tafel in seiner Stadt wenden." Die Tafeln versorgen nach eigenen Angaben regelmäßig 1,6 Millionen Menschen mit Lebensmitteln.

RND/epd

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