Wegen Corona-Krise: Immer mehr Mieter können nicht zahlen

  • Im April und Mai konnten laut Mieterbund die weitaus meisten Mieter im April und Mai noch die komplette Miete zahlen.
  • Doch nun steigen die Zahl derer, denen es nicht mehr möglich ist. 10.000 Haushalte könnten betroffen sein.
  • Der Verband fordert in der Corona-Krise eine Verlängerung des Kündigungsschutzes um drei auf sechs Monate.
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Berlin. Mieter geraten nach Angaben des Deutschen Mieterbunds in der Corona-Krise zunehmend in Zahlungsschwierigkeiten. Mittlerweile gehe es darum in jeder zehnten Beratung bei den örtlichen Mietervereinen, teilte der Verband am Freitag mit. Hochgerechnet könnten demnach etwa 10.000 Haushalte betroffen sein. Trotz Einkommensverlusten hätten die weitaus meisten Mieter zwar im April und Mai noch zahlen können. Nun steige aber die Zahl derer, die nicht mehr oder nur teilweise zahlen können, hieß es.

Mieterbund fordert Verlängerung von Kündigungsschutz für Mieter

Der Mieterbund fordert deshalb, den Kündigungsschutz für Mieter in der Corona-Krise um drei bis sechs Monate zu verlängern. Bislang gilt: Bis Ende Juni kann Mietern wegen ausbleibender Mietzahlungen nicht gekündigt werden. Die Betroffenen bleiben die Miete aber schuldig, müssen also nachzahlen. “Den Schutz jetzt zu beenden und nicht zu verlängern, macht absolut keinen Sinn”, sagte Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten. “Weder ist die Corona-Krise Ende Juni vorbei, noch sind es die finanziellen Einbußen.” Auch für hunderttausende Gewerbetreibende könne das Auslaufen des Schutzes verheerende Folgen haben.

RND/dpa

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