Wegen Corona-Krise: Freiberufler-Verband sieht 140.000 Jobs in Gefahr

  • Die Corona-Krise wird für viele Freiberufler zur Existenzkrise.
  • Dem Bundesverband der Freien Berufe zufolge sind rund 140.000 Jobs bedroht.
  • Viele freiberuflich Arbeitende zehren inzwischen von betrieblichen Rücklagen.
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Berlin. Der Bundesverband der Freien Berufe sieht infolge der Corona-Krise rund 140.000 Jobs bedroht. „Die Krise geht an die Substanz“, sagte Präsident Wolfgang Ewer. Hintergrund ist eine Umfrage unter Freiberuflern. Demnach bewerten 20,3 Prozent ihre momentane Geschäftslage als schlecht. 14,2 Prozent der Freiberufler erwarteten, in zwei Jahren weniger Mitarbeiter zu haben.

Seit März: deutlicher Auftragsrückgang beobachtbar

Die Bilanz des Corona-Jahres 2020 sei für vier von zehn Freiberuflern bitter: Bei ihnen habe sich die Lage im Vergleich zu 2019 verschlechtert. Für 25,3 Prozent von ihnen sei der bisher entstandene wirtschaftliche Schaden bereits existenzbedrohend. Weitere 13,8 Prozent befürchteten dieses Szenario 2021.

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Dies basiere auf einem merklichen Auftragsrückgang seit März um mehr als der Hälfte, der jeden dritten Freiberufler treffe, so der Verband. Nachdem bereits Stellen abgebaut werden mussten, seien derzeit weitere rund 140.000 Stellen bedroht. Um die Krise abzufedern, habe jeder dritte Betroffene betriebliche Rücklagen eingesetzt, 7,5 Prozent sogar die Altersvorsorge. Die Politik sei gefordert, mit überlegten Konzepten Planungssicherheit zu geben.

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Der Bundesverband vertritt die Interessen der Freien Berufe, darunter sowohl Selbstständige als auch Angestellte in Deutschland. Die rund 1,45 Millionen selbstständigen Freiberufler beschäftigten über 4,3 Millionen Mitarbeiter.

RND/dpa

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