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Kolumne „Weltwirtschaft“

Warum in Großbritannien Eier Mangelware sind

So wie während der Corona-Pandemie in diesem Supermarkt im australischen Sydney sehen die Eierregale in Großbritannien derzeit regelmäßig aus.

So wie während der Corona-Pandemie in diesem Supermarkt im australischen Sydney sehen die Eierregale in Großbritannien derzeit regelmäßig aus.

London. Sei es in der Gestalt eines knusprigen „Scotch Egg“ zu einem Bier im Pub oder als Bestandteil eines traditionellen englischen Frühstücks: Eier sind im Vereinigten Königreich beliebt. Umso härter trifft die Menschen auf der Insel, dass das vielseitig verwendbare Lebensmittel nun zur Mangelware wird.

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Bei einem Besuch im Supermarkt herrscht in den entsprechenden Regalen nicht selten gähnende Leere. Mehrere Lebensmittelketten und Discounter haben die Abgabe pro Kunde seit vergangener Woche auf zwei oder drei Packungen beschränkt. Viele fragen sich: Wie konnte es so weit kommen?

Vogelgrippe grassiert auf der Insel

Ein Grund für den Eiermangel in Großbritannien ist die Vogelgrippe, die aktuell auf der Insel grassiert. Der aktuelle Ausbruch hat laut offiziellen Statistiken zum Tod von rund 3,8 Millionen Vögeln im Vereinigten Königreich geführt, mit erheblichen Folgen für die Landwirtschaft. Entsprechende Verbände machen neben dem Ausbruch der für Vögel tödlichen Krankheit jedoch auch die Einzelhändler für den Eiermangel verantwortlich.

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Diese hätten ihre Bezahlung nicht den steigenden Kosten, mit denen sich die Hühnerhöfe konfrontiert sehen, angepasst, hieß es vonseiten der British Free Range Egg Producers Association (BFREPA), ein Verband, der Betriebe repräsentiert, die Eier in Freilandhaltung produzieren. Schließlich seien neben den britischen Haushalten auch die Landwirte von stark steigenden Preisen betroffen.

Ein NGG-Gewerkschafter steht während eines Streiks vor dem Werk der Teigwaren Riesa GmbH.

Sieben Wochen Streik in der Nudelfabrik Riesa: Da kocht etwas über

Die Fronten im Tarifstreit beim ostdeutschen Nudelhersteller Teigwaren Riesa sind verhärtet: Den Arbeiterinnen und Arbeitern, die oft nur knapp über dem Mindestlohn verdienen, geht es um ihre Würde. Der Gewerkschaft NGG geht es um einen symbolischen Durchbruch. Und die Geschäftsführung lässt jetzt anderswo produzieren. Am Dienstag wurde erstmals verhandelt.

Laut dem Verband seien die Aufwendungen um mindestens 50 Prozent gestiegen. Kosten, die die Höfe nicht ausgleichen konnten. Die Folge: Viele Mitglieder haben die Produktion gedrosselt und stocken die Herden nicht mehr auf. Um der Nachfrage gerecht zu werden, importieren einige Lebensmittelketten nun vorübergehend Eier aus Italien.

Der Vertretung der britischen Eierindustrie British Egg Industry Council (BEIC) rät Schwangeren, Kindern und älteren Menschen jedoch davon ab, die Eier aus Übersee weich gekocht zu essen. Der Grund: Sie entsprächen nicht dem britischen sogenannten „Lion Code of Practice“ und seien damit, roh verzehrt, potenziell gesundheitsgefährdend.

Susanne Ebner ist RND-Korrespondentin in London. Sie berichtet an dieser Stelle über das Wirtschaftsleben auf den britischen Inseln – im wöchentlichen Wechsel mit ihren Kollegen aus Washington, Peking und für Osteuropa. Alle bisherigen Beiträge der Kolumne „Weltwirtschaft“ finden sie HIER.

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