BGH: Wenig Chancen auf Schadensersatz von VW für Diesel-Käufer

  • Für viele Diesel-Kläger dürfte es schwer werden, Schadenersatz von VW zu bekommen.
  • Der BGH machte Diesel-Besitzern, die ihre Fahrzeuge nach dem Herbst 2015 gekauft haben, wenig Hoffnung.
  • Die endgültigen Urteile sollen zeitnah verkündet werden.
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Karlsruhe. Diesel-Kläger, die ihr Auto erst nach Auffliegen des Abgasskandals gekauft haben, dürften es schwer haben, trotzdem Schadensersatz von VW zu bekommen. Das zeichnete sich am Dienstag in einer Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe ab.

Käufer waren nach dem Auffliegen des Skandals nicht völlig unwissend

Volkswagen hätte zwar möglicherweise noch mehr zur Aufklärung unternehmen können, sagte der Vorsitzende Richter Stephan Seiters. Angesichts der Mitteilungen des Konzerns am 22. September 2015 und der umfangreichen Medienberichterstattung, die folgte, scheint der Senat aber nicht davon auszugehen, dass Käufer noch völlig arglos gewesen sein könnten. Auch in der zweiten verhandelten Frage, ob erfolgreiche Kläger neben dem Schadensersatz auch noch Zinsen von VW bekommen können, sieht es für Diesel-Besitzer schlecht aus.

Beide Urteile (Az.: VI ZR 397/19 u.a.) sollten nicht mehr am Dienstag, aber kurzfristig verkündet werden, wie Seiters sagte. Wann genau, stand zunächst nicht fest. Für Donnerstag hat der Senat bereits die Urteilsverkündung in zwei anderen Diesel-Fällen angesetzt.

RND/dpa

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