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  • VW-Manager freigesprochen: Staatsanwaltschaft Braunschweig legt Revision ein

Untreueprozess: Staatsanwaltschaft will Freispruch für VW-Manager anfechten

  • Am gestrigen Dienstag wurden vier ehemalige VW-Manager vom Verdacht der Untreue freigesprochen.
  • Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat dagegen Revision eingelegt.
  • Zunächst aber wartet sie die schriftlichen Urteilsgründe ab – damit verzögert sich das Verfahren um etwa zwei Monate.
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Braunschweig. Gegen die Freisprüche im Untreueprozess um die jahrelange Genehmigung hoher Gehälter für leitende Betriebsräte bei Volkswagen hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Revision eingelegt.

Das Landgericht Braunschweig hatte die vier angeklagten Personalmanager in dem Strafverfahren am Dienstag freigesprochen. „Vor einer Revisionsbegründung warten wir zunächst die schriftlichen Urteilsgründe ab, die voraussichtlich in etwa zwei Monaten vorliegen dürften“, hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft am Mittwochabend.

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Die zuständige Kammer urteilte, den Managern sei kein strafbares Verhalten nachzuweisen. Sie folgte damit nicht der Linie der Staatsanwaltschaft, die in ihrem Plädoyer Bewährungsstrafen und Geldauflagen für die Führungskräfte gefordert hatte.

Vorwurf der Untreue

Es ging um die Frage, ob drei ehemalige und ein noch heute amtierender Manager zwischen 2011 und 2016 unangemessen hohe Bezüge für besonders einflussreiche Mitglieder der VW-Belegschaftsvertretung freigegeben hatten (Az.: 16 KLs 85/19).

Juristisch gesehen lautete der Vorwurf der Ankläger auf Untreue, teils im besonders schweren Fall. Ein Teil des Gewinns sei durch die überzogenen Gehälter vermindert worden, wodurch VW auch weniger Steuern gezahlt habe.

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Betriebsratschef Osterloh kam teils auf Boni von bis zu 750.000 Euro

Den Schaden für den größten europäischen Autobauer bezifferte die Anklage im Verfahren auf mehr als 5 Millionen Euro. Für Kritiker des Konzerns stand zudem der Verdacht im Raum, die Führung könnte versucht haben, sich die Gewogenheit des Betriebsrates über finanzielle Zuwendungen vor schwierigen Entscheidungen zu sichern.

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In der Hauptverhandlung war es auch um die Bezüge des langjährigen Ex-Chefs der Belegschaftsvertretung, Bernd Osterloh, gegangen. Er kam in bonusstarken Jahren auf Gesamtvergütungen von bis zu einer Dreiviertelmillion Euro.

RND/dpa

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